Pläne gibt es schon seit 2013: Baugenehmigung für Moschee in Leipzig-Gohlis erteilt

Leipzig - Die islamische Ahmadiyya-Gemeinde darf ihre Moschee in Leipzig bauen.

Auf dieser Grünfläche an der Georg-Schumann-Straße im Leipziger Stadtteil Gohlis soll eine Moschee errichtet werden. (Archivbild)
Auf dieser Grünfläche an der Georg-Schumann-Straße im Leipziger Stadtteil Gohlis soll eine Moschee errichtet werden. (Archivbild)  © Sebastian Willnow/dpa

Die Genehmigung sei bereits Mitte September erteilt worden, wie die Stadt Leipzig auf Anfrage mitteilte. Dem Bauamt sei bisher jedoch noch kein konkretes Datum für den Baustart gemeldet worden. Zuvor hatte die Leipziger Volkszeitung darüber berichtet.

Die Ahmadiyya-Gemeinde machte ihre Pläne für den Bau einer Moschee im Leipziger Stadtteil Gohlis 2013 öffentlich. Das Gebäude ist eines der ersten islamischen Gotteshäuser in Ostdeutschland außerhalb Berlins.

Nach Bekanntgabe der Pläne kam es immer wieder zu heftigen Protesten. Zum Beispiel wurden blutige Schweineköpfe auf dem Grundstück aufgespießt.

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Die weltweit vertretene Ahmadiyya-Gemeinde gilt als integrationsbereit und friedliebend, zugleich auch als wertkonservativ. Die Mitglieder bezeichnen sich als offen und reformerisch, richten sich aber streng nach den Vorschriften des Korans.

In die Kritik geraten ist die Gemeinde in der Vergangenheit vor allem wegen ihrer konservativen Geschlechterrollen.

So soll das Gebäude einmal aussehen. Zum Baustart gibt es jedoch noch keine Informationen. (Archivbild)
So soll das Gebäude einmal aussehen. Zum Baustart gibt es jedoch noch keine Informationen. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die AfD im Sächsischen Landtag kritisierte den Vorgang. "Die Baugenehmigung wurde ohne Einwilligung der Bürger erteilt. Dieses Vorgehen lehnen wir entschieden ab", erklärte Jan Zwerg (56), Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion.

Moscheen und andere Sakralbauten müssten seiner Ansicht nach "von den ortsansässigen Bürgern akzeptiert werden". Gegebenenfalls müsse es einen Bürgerentscheid geben, um den sozialen Frieden nicht zu stören, forderte Zwerg.

Titelfoto: Bildmontage / Sebastian Willnow/dpa / Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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