Leipzig - Seit 25 Jahren findet das große Benefizfußballturnier "Kick den Krebs" zugunsten krebskranker Kinder und ihrer Familien statt. Was als kleines Turnier begann, hat sich mittlerweile zu einer beliebten Veranstaltung entwickelt, an der jedes Jahr zahlreiche Fußballpromis und Firmen teilnehmen.
Der frisch verpflichtete Premier-League-Coach und Ur-Leipziger Marco Rose (49) ist seit vielen Jahren ein fester Teil des Turniers. Selbstverständlich war er auch am Samstag beim großen Jubiläum wieder im Südost-Stadion des SSV Stötteritz in Leipzig dabei.
Viele fragten sich allerdings, ob Rose nächstes Jahr auch noch kommen oder in England bleiben wird. "Unabhängig davon, wo ich bin und wann ich wo bin, ist das hier meine Heimat und wird immer meine Heimat bleiben", erklärte er.
Zusammen mit Rose kickten dieses Jahr in der Allstar-Mannschaft unter anderem auch René Adler (41), Perry Bräutigam (63), Sebastian Heidinger (40), Dominik Kaiser (37), Peer Kluge (45), Ingo Hertzsch (48) und Torsten Kracht (58).
Wer jetzt denkt, dass bei so viel Fußballprominenz ja schon von vornherein klar ist, wer den Sieg holt, liegt falsch. Die Kicker flogen schon in der Vorrunde raus. Insgesamt haben 24 Mannschaften mitgemacht – alles natürlich für den guten Zweck, der ganz klar im Fokus der Veranstaltung steht.
Als der Sporttherapeut und frühere Fußballprofi Markus Wulftange (59) 2001 das erste Mal das Turnier ausrichtete, hätte er nicht erwartet, dass seitdem rund 400.000 Euro gesammelt wurden. Auch am Samstag wurde eine Rekordsumme erreicht: Insgesamt kamen 56.000 Euro zusammen.
Die Spendengelder gehen an krebskranke Kinder und ihre Familien
Das Geld geht an die "Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e. V.", die erkrankte Kinder, Jugendliche und ihre Familien von der Stationsaufnahme bis in die Zeit der Nachsorge auf verschiedene Weisen begleitet und berät und für etwas mehr Freude und Kraft im harten Alltag sorgen möchte.
Traditionell darf immer ein Kind den Ball anstoßen. In diesem Jahr hatte der krebskranke Lennox (5) die Ehre. Er hat seine Intensivtherapie und Chemotherapie fast abgeschlossen.
Für den Verein, die Kinder und die Familien ist das Event immer etwas ganze Besonderes. Jan Klemm (54), Stiftungsvorsitzender, war selbst betroffen und benötigte Unterstützung.
"Ich weiß, wie schwierig die Zeit ist und weiß, dass es ohne diese Hilfe überhaupt nicht gehen würde" sagte er und bedankte sich bei allen, die mitmachten.
Das Team der BSG Chemie Leipzig durfte den Pokal am Ende in die Höhe strecken. Viel wichtiger ist aber, was am Ende bleibt. Die Elternhilfe begleitet pro Jahr rund 200 Familien und arbeitet spendenbasiert.
Neben dem Turnier werden diesen Monat zusammen mit United Charity auch handsignierte Trikots, Bälle und Schuhe von Stars aus der 1. und 2. Bundesliga und der österreichischen Nationalmannschaft versteigert. Die Auktion läuft noch. Ihr findet sie hier.