Rekordumbau in nur drei Wochen: Restaurant bringt italienisches Flair nach Leipzig
Leipzig - Oft vergehen mehrere Wochen bis Monate zwischen der Ankündigung eines neuen Restaurants in Leipzig und der tatsächlichen Eröffnung. In der Innenstadt hat das "60 seconds to napoli" in nur drei Wochen seine Ladenfläche kernsaniert und neugestaltet. TAG24 war bei der Wiedereröffnung dabei.
Wer schon einmal in dem Restaurant war, das 2020 eröffnet wurde, wird bis auf die markanten Kupfer-Pizzaöfen kaum etwas wiedererkennen.
Der früher eher etwas minimalistisch eingerichtete Laden erstrahlt in einer neuen, extra für Leipzig ausgewählten Farbe, einem Bordeaux-Rot.
Die offene Küche ist näher an den Eingang gerückt, japanisches Brandholz bedeckt die Wände und Designerlampen, auf die wohl selbst die britischen Royals stehen, hängen tief von den Decken.
Ein fest eingespieltes Handwerkerteam hat innerhalb von drei Wochen alles auf den Kopf gestellt, erklärte Nicolas Rux, Operations Director von "60 seconds to napoli", gegenüber TAG24.
"Wir haben im benachbarten Hotel drei Etagen gebucht", so Rux. Einerseits, um das Team unterzubringen, andererseits, um Tag und Nacht arbeiten zu können, ohne andere Gäste mit dem Lärm zu stören.
Das Restaurant in Leipzig ist vom Bau her der älteste Laden der Kette und sollte optisch hervorgehoben werden. Mittlerweile gibt es in Deutschland und der Schweiz 27 Stück.
Die Pizzabäcker kommen direkt aus Italien
Die Kette breitete sich rasant aus und überzeugt vor allem mit ihren neapolitanischen Pizzen und frischen Zutaten.
Rux weihte TAG24 auch in das Geheimnis des besonderen Geschmacks ein: "Wir haben unsere Pizzabäcker direkt aus Italien rekrutiert. Bei ihnen sitzt jeder Handgriff."
Der Teig wird in einem Extra-Produktionsraum im Restaurant gefertigt und muss dann 72 Stunden ruhen. Das Mehl hierfür wird auch aus Italien importiert.
Typisch für eine neapolitanische Pizza ist der luftige Rand mit den typischen schwarzen Punkten. Experten nennen diesen "Leoparding". Um den zu erreichen, bedarf es einer besonderen Technik.
Die Pizza wird dann mit den Grundzutaten belegt, für 60 Sekunden in einem elektrischen Kupferofen, der direkt aus Neapel kommt, gebacken und dann mit weiteren Zutaten verfeinert. Viele davon werden ebenfalls frisch im Laden zubereitet.
Die Gäste lieben Trüffelpizza und -pasta
Am Eröffnungswochenende bildete sich teilweise immer wieder eine Warteschlange. Nach dem dreiwöchigen Umbau ist das Leipziger Restaurant jetzt wieder täglich ab 12 Uhr geöffnet.
Klassiker wie eine Pizza Margherita gibt es für zwölf Euro. Ausgefallene Varianten, wie beispielsweise mit Chorizo oder mit Mangalitza-Schinken, kosten zwischen 14 und 20 Euro.
Zum Gästefavoriten hat sich laut Rux die Trüffelpizza entwickelt. Ende 2025 hat "60 seconds to napoli" zudem Pasta auf die Karte gesetzt, allerdings wird diese in einer Schale aus Pizzateig serviert. Der Name passend dazu: "Pasta in a pizza bowl".
TAG24 hat ebenfalls probiert. Der Trüffelgeschmack bei der Pasta ist präsent, aber nicht übertrieben, und der Pizzateig ist luftig, weich und macht direkt Lust auf einen Italien-Urlaub.
Titelfoto: privat

