Von Lutz Brose
Leipzig - Die Liliput-Dampflokomotive "Lisa" ist das Zugpferd der Leipziger Parkeisenbahn. Seit 75 Jahren schnauft die kleine Bahn rund um den Auensee, die grüne Lunge von Wahren.
"Lisa Lökchen" hat schon über hundert Jahre auf dem Buckel, sieht aber aus wie neu, und ihr wurde sogar ein gleichnamiges Buch gewidmet. Doch das betagte Dampfross hat seine Wehwehchen und muss in die Werkstatt.
"Durch die teilweise marode Gleisanlage schlagen die Achslager aus und führen zu vorzeitigem Verschleiß, außerdem steht eine Kesselprüfung an", berichtet der Vereinsvorsitzende Armin Mucke.
Solche Werkstatttermine gestalten sich jedoch immer schwierig und kostenintensiv. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten in den Spezialwerkstätten und der noch ungesicherten Finanzierung lässt sich der Termin für die Rückkehr der Bahn derzeit nicht festlegen.
Die klammen Kassen der Messestadt machen die Situation nicht besser. Um Fördermittel zu erhalten, muss ein mittlerer fünfstelliger Eigenbetrag aufgebracht werden. Eine im Sommer gestartete Spendenaktion brachte bereits mehr als 26.000 Euro ein, noch fast die Hälfte der benötigten Summe fehlt allerdings noch.
Beim Herbstfest wird noch einmal so richtig Dampf abgelassen
Für Mucke besonders ärgerlich, denn der Vereinsvorsitzende hatte erst am Montag die Prüfung für Treibfahrzeugführer auf der Lok erfolgreich absolviert und muss nun eine ungewisse Zeit ohne Feuer, Wasser und Rauch auskommen.
Beim Herbstfest am 17. Oktober wird aber noch einmal so richtig Dampf abgelassen, und Lisa wird feierlich verabschiedet. Alle Infos zur Veranstaltung und Spendenaktion findet Ihr unter diesem Link.