Stadtviertel ohne Gewinnorientierung: So sieht es hier in Leipzig bald aus
Leipzig - Die Bevölkerungszahlen in der Messestadt steigen schneller als ursprünglich erwartet und der Wohnraum wird immer knapper. Die Stadt versucht mit verschiedenen Projekten dagegen zu wirken, unter anderem im Osten der Stadt. Wie das größte kommunale Wohnungsbauprojekt aussehen soll, wurde jetzt vorgestellt.
Auf der Fläche zwischen dem Paunsdorfer Wäldchen und der A14 soll ein modernes Wohnquartier mit Platz für bis zu 4000 Menschen entstehen. Eine Gewinnorientierung gibt es nicht.
Bereits im vergangenen Dezember wurde ein Bebauungsplan des Berliner Büros Studio Wessendorf und dem Atelier Loidl Landschaftsarchitekten ausgewählt. Dieser wird jetzt in verschiedenen Nachbarschaften ausgelegt.
Das hat die Stadtspitze beschlossen. Laut der Stadt erhofft man sich so, dass Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Vereine sich in die Diskussion einbringen. Wo die Pläne einsehbar sind, soll auf www.leipzig.de/heiterblick-süd veröffentlicht werden.
Die Pläne für das neue Quartier sind groß. Es sollen nicht einfach nur Wohnungen gebaut werden, sondern ein Mix aus verschiedenen Angeboten für alle Personengruppen. Außerdem soll ein Landschaftssee in der Mitte entstehen, in den Regenwasser geleitet werden soll.
Die Wohnungen sollen preisgünstig sein
Die Fläche in Heiterblick-Süd soll in neue Nachbarschaften aufgegliedert werden, die als "Eingangs-Scholle", "Landschaftsscholle" und "produktive Scholle" bezeichnet werden. Dort sollen sowohl Geschosswohnungen als auch Reihenhäuser entstehen.
Geplant sind neben den mehr als 2200 Wohneinheiten unter anderem auch eine Grundschule mit Turnhalle, ein Lebensmittelmarkt, ein multifunktionaler Sport-Campus, ein Rettungszentrum, ein Gewerbehof, Gemeinschaftsgärten und Spielflächen in der Natur.
Da die Stadt bereits eine große Anzahl an Grundstücken in der Region besitzt, können sie Vorgaben an künftige Bauherren machen. Das Ziel sei es, möglichst viel preisgünstigen Wohnraum und Sozialwohnungen dort zu bauen.
In den nächsten Jahren wird allerdings dort keiner einziehen. Die Stadt möchte 2027 das Planungsrecht erwirken und ab 2028 mit der Gebietsentwicklung beginnen. Wann die ersten Wohnungen dann tatsächlich bezugsbereit wären, wird noch nicht kommuniziert.
Titelfoto: Bildmontage: Stadt Leipzig/Studio Wessendorf und Atelier Loidl Landschaftsarchitekten

