Trotz gestiegener Ticketpreise: LVB erzielen 2025 neuen Fahrgastrekord
Leipzig - Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) konnten im vergangenen Jahr einen neuen Fahrgastrekord verbuchen: Mit 171,2 Millionen beförderten Personen wurde der Vorjahreswert nochmals um 4,3 Millionen (+2,6 Prozent) übertroffen und damit erstmals die Schwelle von 170 Millionen überschritten. Mit diesem Ergebnis liegt das Wachstum deutlich über dem Branchendurchschnitt in Deutschland - trotz gestiegener Ticketpreise.
"Dieses Kundenplus belohnt unsere Anstrengungen und die Strategie der Stadt Leipzig", sagte Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der LVB. "Neben dem Finanzierungsbeitrag von Stadt und Leipziger Gruppe machen die Einnahmen und interne Kostensenkungen dieses Wachstum möglich."
Insbesondere die umgesetzten Angebotsverbesserungen, wie die Erweiterung des 10-Minuten-Taktes und neue Bus- und Straßenbahnlinien sowie erfolgreiche Marketingaktivitäten, hätten seitens der Kunden für eine steigende Nachfrage gesorgt, so die LVB.
Hervorzuheben seien zudem die Verlängerung der Straßenbahnlinie 14 bis Klinikum St. Georg, die Taktverdichtung der Buslinie 79 zwischen Connewitz und Paunsdorf durch Einführung einer neuen Verbindung nach Sommerfeld und eine erhöhte Frequenz der Buslinie 67 zwischen Angerbrücke und Rückmarsdorf.
Besonders erfolgreich sei die Verlängerung der Buslinie 74 von Lindenau nach Leutzsch gewesen: Binnen eines Jahres stieg die Fahrgastzahl hier um 26 Prozent von 3,35 auf 4,21 Millionen Fahrgäste. Damit ist die Linie 74 zur drittstärksten Buslinie nach den Linien 70 und 90 aufgestiegen.
Zuletzt heftige Preissteigerungen
"Die positive Entwicklung der Linieneinnahme wird auch gestützt durch die erfolgreiche Kundengewinnung und -bindung der LVB trotz Preisanpassung im Deutschlandticket zum 1. Januar 2025", heißt es seitens der Verkehrsbetriebe.
Dazu beigetragen haben dürften auch die gestiegenen Ticketpreise, gerade im Bereich der Tageskarten. Zum 1. August hatte der Mitteldeutsche Verkehrsbund, zu dem auch die Verkehrsbetriebe der Messestadt gehören, die Preise deutlich angezogen.
Bei einem bundesweiten Vergleich von Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern hatte Leipzig mit Platz 38 von 42 äußerst bescheiden abgeschnitten.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa
