Leipzig - Die Polizeidirektion Leipzig hat am Montag ihren Verkehrsbericht 2025 vorgestellt und dabei die Verkehrsunfälle in ihrem Gebiet (Stadt Leipzig, Landkreis Leipzig, Landkreis Nordsachsen) ausgewertet. Es gibt positive, aber auch besorgniserregende Entwicklungen.
Auch wenn es 2025 etwas mehr Unfälle als im Vorjahr gab, sind weniger Menschen im Straßenverkehr gestorben. Insgesamt zählte die Polizeidirektion 23.972 Verkehrsunfälle. Dabei sind 30 Personen getötet worden. Das ist der geringste Wert seit 10 Jahren.
"Es ist erfreulich, dass die Zahl der Unfalltoten auf einen historischen Tiefststand gesunken ist. Dennoch ist jeder Mensch, der im Verkehr sein Leben verliert, einer zu viel", erklärte Polizeipräsident René Demmler.
Bei den Unfällen wurden 4313 Personen verletzt, 649 davon schwer. Die häufigsten Unfallursachen, bei denen Menschen verletzt wurden, entstanden durch Fahrfehler, wie das Nichtbeachten der Vorfahrt, ungenügender Sicherheitsabstand oder Fehler beim Abbiegen.
Laut dem Bericht bleibe vor allem die Entwicklung bei Unfällen unter Drogeneinfluss besorgniserregend. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 14 Prozent mehr Unfälle, weil sich Menschen unter dem Einfluss berauschender Mittel hinters Steuer gesetzt haben (123 Fälle).
Durch intensive Kontrollen haben die Beamten 1347 Fahrer, die vorher Drogen konsumiert hatten, aus dem Verkehr gezogen. Polizeipräsident René Demmler kündigte am Montag an, dass man weiterhin verstärkt kontrollieren werde.
Schwerpunkte von Unfällen sind die Stadt Leipzig und die Autobahnen
Nicht nur der Konsum von Drogen führte zu Unfällen. 2025 wurden 390 Unfälle aufgenommen, bei denen Alkohol im Spiel war. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht rückläufig, aber insgesamt trotzdem zu hoch.
Unfallschwerpunkte im Gebiet der Polizeidirektion waren die Stadt Leipzig und die Autobahnen A9, A14 und A38. Im Stadtgebiet gab es 12.956 Unfälle, was durchschnittlich circa 35 Unfälle pro Tag bedeutet. Dabei haben acht Menschen ihr Leben verloren, sechs davon waren Fußgänger oder Radfahrer.
Das Ziel der Polizei ist weiterhin die sogenannte "Vision Zero". Damit möchte man erreichen, dass es in Zukunft gar keine Toten im Straßenverkehr mehr gibt.