Leipzig - Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin soll in Leipzig ein Zeichen für Zusammenhalt gesetzt werden.
"Heute fehlen vielen von uns die Worte", schrieben die Veranstalter des Leipziger CSD am Sonntag auf Instagram.
Die Ereignisse hätten sie erschüttert, aber man wolle sich dennoch solidarisch an die Seite des Berliner CSD stellen.
Deswegen wird am Montag um 18 Uhr eine Mahnwache auf dem Leipziger Markt abgehalten. "Sie ist ein Raum für alle, die ihre Solidarität zeigen, gemeinsam trauern oder ihre Gedanken und Ängste mit anderen teilen möchten", so die Veranstalter.
Sie drückten ihr Mitgefühl mit allen Betroffenen, Angehörigen und der gesamten queeren Community aus und appellierten: "Gerade jetzt ist Zusammenhalt wichtiger denn je. Der Christopher Street Day steht für Sichtbarkeit, Vielfalt und das Recht, ohne Angst man selbst sein zu können."
Am Samstagabend war ein 21-jähriger Autofahrer, der zum islamistischen Spektrum gehören soll, in eine Menschengruppe im Berliner Tiergarten gefahren. Danach hatte er Passanten angegriffen. Eine Person starb bei dem Angriff, 29 weitere erlitten teilweise schwere Verletzungen. Der Täter starb am Sonntagabend bei einem Zugriff der Polizei in Berlin-Spandau.