Zwischen Optimismus und Problemthemen: Das halten die Leipziger vom Leben in der Messestadt

Leipzig - Die Stadt Leipzig veröffentlichte die Ergebnisse der kommunalen Bürgerumfrage zum Thema "Leben in Leipzig 2025".

Die Stadt Leipzig veröffentlichte die Ergebnisse der Bürgerbefragung.  © 123rf/claudiodivizia

25.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger hatten im Oktober vergangenen Jahres einen Brief von der Stadt Leipzig bekommen.

Darin wurden sie zu ihrer Meinung zu den Themen Einkommensverteilung, Wohnen und sozialen Zusammenhalt befragt. Nachdem 9706 Fragebögen ihren Weg zurück gefunden hatten, veröffentlichte das Amt für Statistik und Wahlen die Ergebnisse.

Aus der Umfrage gehe hervor, dass ganze 72 Prozent der Leipziger mit ihrem Leben sehr zufrieden seien. Mehr als die Hälfte der Ausgewählten würden zudem optimistisch in die Zukunft blicken.

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Dementsprechend sei auch die städtische Identität sehr hoch. Mit 77 Prozent seien die Bürger weitaus mehr mit der Stadt verbunden als mit dem Bundesland, in dem sie leben (51 Prozent).

Besonders zufrieden sei man mit dem kulturellen Angebot. Naherholung, Umwelt und Natur folgen. Hinzukommt, dass das monatliche Nettoeinkommen um circa 50 Euro pro Person auf rund 1930 Euro gestiegen sei.

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Wohnen und Einkommen: Was den Leipzigern Kopfschmerzen bereitet

Das größte städtische Problem sei laut den Leipzigern das Thema Wohnen.  © Jennifer Brückner/dpa

Trotz alledem gibt es auch noch ein paar Aspekte, die laut den Leipzigern noch verbesserungswürdig sind.

Im Hinblick auf das Einkommen klaffen zwischen Männern und Frauen im Mittel noch etwa 290 Euro Gehaltsunterschied.

Wie bereits im Vorjahr blieb auch 2025 das Thema Wohnen mit 51 Prozent Spitzenreiter bei den größten städtischen Problemen. So zahle man für die Gesamtmiete im Durchschnitt 10,25 Euro pro Quadratmeter. "Das einkommensschwächste Fünftel gibt 42 Prozent des Einkommens für die Gesamtmiete aus, das einkommensstärkste Fünftel nur 19 Prozent", so die Stadt.

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Des Weiteren blieb auch die Wohnungseigentumsquote mit gerade einmal 12 Prozent weiterhin niedrig.

Auf Platz zwei der Problemthemen folge die Kriminalität und Sicherheit. Bronze holte sich erstmals der Bereich "Armut und Einkommen" und löste somit den Verkehr vom Siegertreppchen ab. Auch bei "Wirtschaft und Beschäftigung" sei die Problemwahrnehmung signifikant in die Höhe geschossen.

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