Nach Ausbruch von Tiger Sandokan: Ungewisse Zukunft für Raubkatzen der "Tiger-Queen"

Von André Jahnke

Dölzig - Nach dem Ausbruch von Tiger "Sandokan" aus dem privaten Gehege der sogenannten "Tiger-Queen" Carmen Zander in Dölzig nahe Leipzig ist der Verbleib der übrigen acht Raubkatzen noch nicht geklärt.

Werbung für Carmen Zanders Raubkatzen am Zaun zu ihrem Gelände. Wie es nach dem Ausbruch eines der Tiger mit den übrigen Tieren weitergeht, ist weiterhin unklar.  © Heiko Rebsch/dpa

Es werde weiter daran gearbeitet, die Situation der Tiger zu verbessern, teilte das zuständige Landratsamt Nordsachsen auf Anfrage mit. 

Es bestehe weiterhin die Forderung an die Halterin, die Vorgaben des Säugetiergutachtens zu erfüllen.

Demnach muss für Tiger ein Außengehege von mindestens 200 Quadratmetern Fläche zur Verfügung stehen, für jedes weitere ausgewachsene Tier müssen es je 100 Quadratmeter mehr sein. Andernfalls muss der Tierbestand den aktuell zur Verfügung stehenden Flächen angepasst werden, hieß es weiter.

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Da sich die Halterin gegen die Auflagen wehrt, ist ein Abschluss des Verfahrens noch nicht absehbar.

Sollte jedoch feststehen, dass die Auflagen des Landratsamtes zur Einhaltung des Tierwohls gerechtfertigt sind und dennoch keine Anpassung erfolgt, ist eine Wegnahme von Tieren eine mögliche Option.

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Carmen Zander will Tiger behalten

Bei dem Ausbruch war ein 72-jähriger Helfer der sogenannten "Tiger-Queen" schwer verletzt worden. Das Tier wurde später von der Polizei erschossen.  © Björn Stach/EHL Media

Vor knapp zwei Wochen war der ausgewachsener männliche Tiger "Sandokan" aus der Anlage in einem Gewerbegebiet in Dölzig nahe der Autobahn 9 entkommen. Dabei wurde ein 72 Jahre alter Helfer der Artistin schwer verletzt.

Die Polizei erschoss den Tiger im Bereich einer Kleingartenanlage. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen eingeleitet.

Zander selbst hatte laut Medienberichten gesagt, nichts falsch gemacht zu haben. "Für mich ist im Moment das ganz große Ziel, meine Tiere nicht zu verlieren", hatte sie betont. Sie selbst war bei dem Vorfall nicht vor Ort.

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