Tigerangriff im Leipziger Westen! Mann verletzt, Tier erschossen
Leipzig - Im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig (Landkreis Nordsachsen) ist am Sonntag ein Tiger aus einem privaten Gehege ausgebrochen, der zuvor eine Person angegriffen hatte. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Das entflohene Tier wurde inzwischen erschossen.
"Der Tiger ist nicht mehr in seinem Gehege", bestätigte Polizeisprecherin Susanne Lübcke auf TAG24-Nachfrage kurz nach Bekanntwerden der zunächst unübersichtlichen Lage.
Die Beamten bestätigten kurze Zeit später, dass der entlaufene Tiger von Einsatzkräften in der Nähe einer benachbarten Gartenanlage erschossen wurde.
"Es wurde zum Schutz auch für die Gartenbesitzer und Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt vor Ort aufhielten, erlegt", so Lübcke
Bei der verletzen Person handelt es sich laut Polizei um einen 73-jährigen Helfer der als "Tigerkönigin" bekannten Dompteurin Carmen Zander. Der Mann sei durch die Einsatzkräfte geborgen und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Dort werde er nun stationär behandelt.
Alle übrigen Raubkatzen seien in ihren Gehegen, es bestehe demnach keine Gefahr für die Bevölkerung. Zur Sicherheit waren aber Drohnen im Einsatz, die das Gebiet nach weiteren entflohenen Tigern absuchten.
Gegen 12.50 Uhr hat die Polizei von dem Vorfall erfahren. Die Einsatzkräfte seien laut Lübcke dann so schnell vor Ort gewesen, dass eine Warnung für die Bevölkerung "gar nicht mehr nötig war, weil wir die Gefahr so schnell abgewendet haben".
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Leipzig & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Was passiert nun mit den restlichen Tieren?
Schwer bewaffnete Polizisten durchsuchten am frühen Nachmittag noch das weitläufige Gelände. Zudem war die Feuerwehr Dölzig vor Ort. Nachdem klar war, dass keine Gefahr mehr für die Bevölkerung besteht, beruhigte sich die Lage aber.
Die Frage ist nun noch, wie mit den restlichen Tieren in den Käfigen verfahren wird. Lübcke: "Die Betrachtung erfolgt jetzt und ist gegebenenfalls nicht nur eine polizeiliche Entscheidung, sondern auch andere Behörden sind hier mit vor Ort."
Erstmeldung vom 17. Mai, 13.40 Uhr, zuletzt aktualisiert um 15.38 Uhr
Titelfoto: Bildmontage/Michael Strohmeyer/EHL
