16,5 Prozent Wachstum in einem Jahr: Leipziger Unternehmen Teilauto baut Angebot aus
Von Daniel Josling
Leipzig - Das Carsharing-Angebot von Teilauto wird stärker genutzt. Ende 2025 zählte das Unternehmen rund 102.500 Kundinnen und Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, teilte das Leipziger Unternehmen mit. Das entspricht einem Zuwachs von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Zum Jahresbeginn standen etwa 2200 Fahrzeuge an gut 1010 Stationen bereit. Auch die Flotte ist damit gewachsen - um rund sieben Prozent. Bundesweit legte die Zahl der Carsharing-Nutzer laut Bundesverband Carsharing ebenfalls zu und erreichte rund 978.000.
Der größte Standort des Unternehmens ist Leipzig. Dort nutzen rund 48.700 Menschen die Fahrzeuge - ein Plus von etwa 15 Prozent. In der Stadt stehen rund 960 Autos an etwa 280 Stationen sowie zusätzlich Fahrzeuge im Freefloating-Angebot "Cityflitzer" bereit.
Auch in Dresden wuchs die Nachfrage deutlich. Dort verzeichnet Teilauto rund 28.000 Nutzerinnen und Nutzer und etwa 640 Fahrzeuge. In Chemnitz nutzen rund 2300 Menschen das Angebot.
In Sachsen-Anhalt ist Halle mit etwa 5500 Nutzern der größte Standort, gefolgt von Magdeburg mit rund 2600. In Thüringen führen Erfurt mit etwa 5600 und Jena mit rund 5000 Nutzenden die Statistik an.
Branche wächst - Kosten steigen
Bundesweit wuchs die Zahl der Fahrberechtigten im stationsbasierten Carsharing laut Branchenverband um etwa zwölf Prozent.
"Die steigende Zahl der Fahrberechtigten im stationsbasierten und kombinierten Carsharing zeigt: Immer mehr Menschen in Deutschland wollen Carsharing nutzen", sagte Geschäftsführer Gunnar Nehrke. Gleichzeitig bremsten höhere Kosten etwa für Fahrzeuge, Versicherungen und Werkstätten den Ausbau der Flotten.
Auch Teilauto hatte zuletzt auf steigende Kosten reagiert und angekündigt, die Kilometerpreise für Fahrten anzuheben. Ab dem 20. April zahlen Nutzer je nach Fahrzeugtyp drei bis vier Cent mehr pro Kilometer.
Das Unternehmen sprach von einer Preiserhöhung "auf Sicht". Man beobachte die weitere Entwicklung.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa

