Cospudener See: So will Leipzig nun Motorboote verhindern

Leipzig - Das Thema Motorboote auf dem Cossi beschäftigt weiterhin Leipzig und seine Bürger. Nachdem zuletzt rund 10.000 Menschen eine Petition des Leipziger Ökolöwen gegen die Freigabe unterzeichnet hatten, startet die Messestadt einen neuen Vorstoß, den See in seiner Form zu erhalten. Das Ziel nun: eine Änderung der Gesetzeslage.

Geht es nach der aktuellen Gesetzeslage, wären Motorboote wie dieses auch auf dem Cospudener See erlaubt. Leipzig versucht jedoch, dies zu verhindern. (Symbolbild)  © 123RF/andreamuscatello

Wie Leipzigs Ratsversammlung am Mittwoch beschloss, soll sich Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) beim Freistaat Sachsen für eine Novellierung der Sächsischen Schifffahrtsverordnung einsetzen, "um eine Beschränkung der Motorenart der Wasserfahrzeuge zu ermöglichen", wie es in der Entscheidung heißt.

Zwar hatte Sachsen den Cossi zuletzt bereits auch für Motorboote mit Benzin-betriebenem Motor freigegeben. Nachdem Umweltverbände dagegen jedoch Einspruch eingelegt haben, bleibt der Status Quo vorerst bestehen.

"Der Cossi ist ein Ort der Erholung. Das ist so, weil auf dem Wasser viel, aber nicht alles geht", erklärte Grünen-Stadtrat Dr. Tobias Peter während der Sitzung. "Der Cospudener See ist ein wichtiges Refugium. Lassen Sie uns zeigen, dass uns der Schutz der Natur wichtig ist. Wir können hier einen wichtigen Schritt machen, um den See zu erhalten."

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Unterstützung erhielt Peter dabei von Linken-Stadträtin Susanne Scheidereiter, deren Fraktion bereits in der vergangenen Legislaturperiode einen ähnlichen Antrag gestellt habe. "Motorboote sind ein Politikum. Besonders auf ein Gebiet wie den Cossi sollten ihre Auswirkungen ernst genommen werden."

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Cospudener See bald Landschaftsschutzgebiet?

Bereits jetzt dürfen auf dem See kleine Elektromotorboote mit Gel-Akkumulatoren ohne Einzelgenehmigung betrieben werden.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

38 der anwesenden Stadträte stimmten schließlich für das Vorhaben, 24 dagegen.

Die Grünen hatten zudem vorgeschlagen, eine Ausweitung des Landschaftsschutzgebietes Leipziger Auwald anzustreben, sodass dieses auch den Cossi beinhalte.

Die Stadtverwaltung erklärte jedoch, dass die Erweiterung lediglich auf Initiative des Landkreises Leipzig möglich wäre, während Leipzigs untere Naturschutzbehörde deren Erfolgsaussichten prüfen könne.

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Dazu würden jedoch sowohl aktuell als auch perspektivisch die Kapazitäten fehlen.

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