Nach Prügelattacke und Bedrohung: So will Leipzig seine Busfahrer besser schützen

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Leipzig - Ein Busfahrer wird von einem 13-Jährigen ins Krankenhaus geprügelt, ein weiterer mit einem Beil bedroht. Fälle wie diese sorgten Anfang des Jahres für Bestürzung in Leipzig. Um Fahrer besser zu schützen, will die Freie Fraktion im Stadtrat diese so schnell wie möglich in geschlossenen Kabinen unterbringen. Ganz so einfach ist das aber nicht.

Nach Attacken auf Busfahrer will Leipzig diese in Zukunft besser schützen.
Nach Attacken auf Busfahrer will Leipzig diese in Zukunft besser schützen.  © 7aktuell.de | Eric Pannier

So erklärte FDP-Stadtrat Sven Morlock, der der Freien Fraktion angehört, in der Ratsversammlung am Mittwoch, dass dies bei den vorhandenen Bussen der Leipziger Verkehrsbetriebe durchaus schwierig werden könnte. Der Grund: "Wenn man da was einbaut, erlischt die Betriebserlaubnis. Die muss dann neu beantragt werden und da wird ja verschiedene Bustypen haben, ist das durchaus aufwändig."

Das Ziel bleibe jedoch und Fahrerinnen und Fahrer müssten nach wie vor besser geschützt werden.

Rückblick: Anfang April wurde ein Busfahrer bei einer Auseinandersetzung mit einem 13-Jährigen so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus musste. Der Jugendliche konnte später gefasst werden.

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Nur wenige Wochen später wurde ein weiterer Busfahrer von einem 22-Jährigen mit einem Beil bedroht. Zwei weitere Fahrer schritten ein und brachten den Tatverdächtigen zu Boden. Ein Passant sicherte währenddessen das Beil, bis die dazu gerufene Polizei eintraf.

Neue Busse per Ausschreibung beschafft

Einen entsprechenden Antrag brachte FDP-Stadtrat Sven Morlock bei der Ratsversammlung am Mittwoch ein.
Einen entsprechenden Antrag brachte FDP-Stadtrat Sven Morlock bei der Ratsversammlung am Mittwoch ein.  © Jan Kaefer

Um derlei Vorfälle zu verhindern nun also der Einbau von geschlossenen Kabinen. Morlock wies darauf hin, dass Busse nicht einfach beim Autohändler um die Ecke gekauft werden könnten. Neue Fahrzeuge würden per Ausschreibung beschafft. Der Prozess kann entsprechend durchaus langwierig ausfallen.

Damit laufende Verfahren nicht behindert werden, sollen diese wie gehabt weiterlaufen. Bei künftigen Ausschreibungen soll Leipzig jedoch sicherstellen, dass die Busse dann über die genannten Kabinen verfügen.

Der Antrag wurde mit großer Mehrheit beschlossen.

Titelfoto: Montage: 7aktuell.de | Eric Pannier + Jan Kaefer

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