Leipzig - Ein neunjähriger Junge ist am Samstagnachmittag in Leipzig offenbar mit seinem Fahrrad gestürzt und von einer Straßenbahn erfasst worden. Die Polizei ermittelt und bittet Zeugen um Hilfe. Besonders gefragt dabei: Eine Person, die mit einem Einkaufswagen am Unfallort stand.
Wie Polizeisprecher Chris Graupner am Sonntag mitteilte, könnte es sich um einen wichtigen Zeugen handeln.
"Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Verkehrsunfall oder zur Person mit Einkaufswagen geben können, werden gebeten, sich an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig zu wenden", so der Sprecher.
Die Verkehrspolizei sei tagsüber unter Tel. 0341/2552850 erreichbar, ansonsten unter Tel. 0341/2552910.
Das Unglück hatte sich am Samstagnachmittag, gegen 16.40 Uhr, auf der Georg-Schwarz-Straße ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Junge mit einem Fahrrad auf dem Fußweg in stadtauswärtiger Richtung unterwegs. In Höhe der Hausnummer 135 soll er auf die Fahrbahn geraten und dabei gegen die in gleiche Richtung fahrende Straßenbahn gestoßen sein. Dadurch kam es zum Sturz, woraufhin er teilweise unter die Tram geriet.
Rettungskräfte mussten das Kind noch vor Ort mehrere Minuten lang behandeln. Ein Rettungswagen brachte ihn sowie seine inzwischen herbeigeeilte Mutter zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus. Wie TAG24 erfuhr, wurde er dort auch am Sonntag noch behandelt. Weitere Informationen zu seinem Zustand lagen nicht vor.
Ersthelfer kümmerten sich um Kind, bis Rettungskräfte eintrafen
Kriminaltechniker sicherten noch am Sonntag Spuren am Unfallort. Die Georg-Schwarz-Straße musste im Zuge des Unglücks sowie der Unfallaufnahme für mehrere Stunden voll gesperrt werden.
Neben Polizei und Rettungskräften kam auch ein Kriseninterventionsteam zum Einsatz. Nach Informationen von TAG24 hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks zahlreiche Zeugen an dem Ort aufgehalten. Einige von ihnen sollen zu dem Kind geeilt sein und es versorgt haben, bis die Rettungskräfte eintrafen.
Das Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Zeugen und Ersthelfer, von denen viele einen Schock erlitten haben sollen.
Auch die Mutter des Jungen wurde zwischenzeitlich betreut, hieß es.