Er kam mit seinem Fahrrad vom Fußweg: Kind (9) in Leipzig von Straßenbahn erfasst
Leipzig - Auf der Georg-Schwarz-Straße in Leipzig-Leutzsch ist am Samstagnachmittag ein neunjähriges Kind von einer Straßenbahn erfasst und dabei lebensbedrohlich verletzt worden.
Das Unglück ereignete sich gegen 16.40 Uhr in Höhe der William-Zipperer-Straße und Leutzsch Arkaden.
Zunächst hatte es geheißen, der Junge sei unvermittelt auf die Straße geraten, von der Bahn erfasst und mehrere Meter weit geschleudert worden. Inzwischen liegen jedoch neue Erkenntnisse zum Unfallgeschehen vor.
Wie Polizeisprecher Chris Graupner am Sonntag gegenüber TAG24 erklärte, war der Neunjährige mit einem Fahrrad auf dem Fußweg unterwegs und neben der Bahn her gefahren. Dabei sei er auf die Straße geraten, gegen die Tram gestoßen, ins Straucheln gekommen und schließlich gestürzt, wobei er teilweise unter die Straßenbahn geriet.
Zahlreiche Zeugen hielten sich zu diesem Zeitpunkt an dem Ort auf und mussten das Unglück mit ansehen. Ersthelfer kümmerten sich um das Kind und versorgten es, bis die alarmierten Rettungskräfte eintrafen.
Noch vor Ort mussten Notarzt und Rettungssanitäter den Jungen mehrere Minuten behandeln. Ein Rettungswagen brachte das Kind und seine Mutter, die ebenfalls herbeigeeilt war, schließlich zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus. Zunächst hieß es dabei, dass der Neunjährige schwerste Verletzungen erlitten habe. Inzwischen hieß es vonseiten der Polizei, dass er lebensbedrohlich verletzt wurde.
Zum gegenwärtigen Zustand liegen keine weiteren Informationen vor.
Kriseninterventionsteam kümmerte sich um Zeugen und Ersthelfer
Während der Behandlung vor Ort stellte die Polizei Sichtschutzwände auf. Gleichzeitig wurde der Unfallort weiträumig abgeriegelt.
Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Mutter sowie Zeugen und Ersthelfer. Viele von ihnen sollen einen Schock erlitten haben.
Der Unfalldienst der Verkehrspolizei nahm den Unfall auf und leitete Ermittlungen zum Hergang des Unglücks. Die Georg-Schwarz-Straße musste über mehrere Stunden gesperrt werden.
Erstmeldung vom 11. April, 18.24 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 12. April, 14.20 Uhr.
Korrekturmeldung: In einer früheren Version dieses Textes hatten wir berichtet, dass die Mutter des Jungen das Unglück mit angesehen hatte. Wie wir inzwischen von der Polizei erfahren haben, war dies so nicht richtig. Die Mutter soll erst nach dem Unfall zum Ort des Geschehens gekommen sein. Zusammen mit den Zeugen wurde sie jedoch von dem Kriseninterventionsteam betreut.
Titelfoto: EHL Media/Erik-Holm Langhof

