1000. Folge "Elefant, Tiger & Co.": Zoo Leipzig feiert Jubiläum im Riverboat

Leipzig - Fast 1000 Folgen lang erzählt "Elefant, Tiger & Co." nun schon vom Alltag im Leipziger Zoo. Ein solches Jubiläum muss natürlich auch gebührend gefeiert werden. Einen Vorgeschmack gab es bereits am Freitag im "Riverboat" - und das sogar im Doppelpack.

Zoodirektor Jörg Junhold (58) war am Freitag zu Gast im "Riverboat", um dort die 1000. Folge von "Elefant, Tiger & Co." zu feiern.
Zoodirektor Jörg Junhold (58) war am Freitag zu Gast im "Riverboat", um dort die 1000. Folge von "Elefant, Tiger & Co." zu feiern.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Denn nicht nur war Zoodirektor Jörg Junhold (58) zu Gast in der Talk-Runde, er hatte auch Tierpfleger Jörg Gräser dabei.

Der Zoo-Mitarbeiter gilt mittlerweile als Star bei "Elefant, Tiger & Co.", hat sich durch seine gelassene und liebevolle Art ein Kult-Standing aufgebaut. Dabei ist es vor allem die Liebe zu seinen Schützlingen, die Zuschauerherzen immer wieder zum Schmelzen bringt. Egal, ob Extra-Spielzeug für die Erdmännchen oder Geburtstagsgeschenke für die jungen Löwen, Jörg Gräser sorgt für seine tierischen Lieblinge und geht dafür immer wieder die Extrameile.

Die Fürsorge geht dabei so weit, dass Gräser sogar schon Jungtiere mit nach Hause nahm, um sich dort in den ersten Monaten um sie zu kümmern. Sachsen berühmtesten Löwen Malik, der 2004 in Leipzig das Licht der Welt erblickte und bis 2018 in Chemnitz lebte, zog er mit der Flasche auf.

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"Meine Frau hat mal gesagt: 'Erst kommen bei dir die Tiere, dann kommt lange nichts und dann irgendwann ich'", erinnert sich der Tierpfleger in der Talkshow und witzelt: "So ist es natürlich nicht. Sie kam immer gleich nach den Tieren."

Nicht alle Tiere sind geborene TV-Stars

Seit 2003 blickt Sendung nun schon hinter die Kulissen des Leipziger Zoos. (Archivbild)
Seit 2003 blickt Sendung nun schon hinter die Kulissen des Leipziger Zoos. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa

Seit 1985 arbeitet Jörg Gräser im Leipziger Zoo, war entsprechend seit den Anfängen von "Elefant, Tiger & Co." im Jahr 2003 bei der Show dabei.

Dass die Doku-Reihe über den Zoo-Alltag so gut funktioniert, sei dabei längst kein Selbstläufer und erfordere immer wieder eine vorsichtige Heranführung der Tiere an die Filmcrew und ihr Equipment, sagt er.

"Man muss dazu auch sagen, dass nicht jedes Tier das gut findet. Also mein Löwen-Männchen Majo zum Beispiel mag Kameras gar nicht", sagt Jörg Gräser.

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"Da haben wir uns dann so geeinigt, dass er eben verschwindet, wenn die Kamera an ist. Jetzt sind ja noch die Kinder da, also Löwen sieht man trotzdem. Majo liegt dann eben da und beobachtet die ganze Situation."

Die meisten Tiere würden jedoch recht schnell mit dem Filmteam klarkommen. "Und das macht dann auch echt Spaß", so Jörg Gräser.

Erfolgsgeschichte "Elefant, Tiger & Co.": "13 Folgen, dann ist Schluss"

Hat auch schon Halloween mit Erdmännchen gefeiert: Tierpfleger Jörg Gräser, hier auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2014. (Archivbild)
Hat auch schon Halloween mit Erdmännchen gefeiert: Tierpfleger Jörg Gräser, hier auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2014. (Archivbild)  © Waltraud Grubitzsch/ZB

Dass sich "Elefant, Tiger & Co." zu solch einem Dauerbrenner entwickelt, damit habe Zoodirektor Jörg Junhold zu Beginn der Show keinesfalls gerechnet, wie er selbst sagt. "Ursprünglich wollten wir eine klassische Reportage haben. Dann kamen die Fernsehmacher und haben gesagt: 'Lass uns mal nicht so was Langweiliges machen, wir machen mal was ganz neues.'"

13 Folgen waren damals angedacht, dann sollte Schluss sein. "Dann hat das so eingeschlagen, dass der Fernsehchef kam und sagte: 'Das hat Potenzial!'" Die Sendezeit wurde daraufhin verbessert, um mehr Leute zu erreichen. "Und dann wurde das irgendwann so ein Selbstläufer", so Junhold.

Dass die Show auch heute noch so begeistert, hat für den Zoodirektor einen klaren Grund. "Natürlich liegt das an Jörg Gräser und seinen Kollegen. Sie machen ihre Arbeit, sie wirken dabei entschleunigend, weil das bei uns eben so ist, dass man die Tiere respektieren und akzeptieren muss. Dadurch sind wir in dieser Gesellschaft, in der sich alles immer schneller dreht, so ein Gegenpol, weil wir der Natur eben ihren Lauf lassen. Dazu quatscht noch jeder, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und du hast diese Empathie mit den Tieren. Ich denke, das ist das Erfolgsrezept."

Die 1000. Folge "Elefant, Tiger & Co." läuft am 28. Oktober, wie immer um 19.50 Uhr, im MDR.

Titelfoto: Montage: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa + Jan Woitas/dpa

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