Rückschlag für den Leipziger Zoo: Wird die Zucht mit Tapirdame Laila aufgegeben?

Leipzig - Nachdem das Baby der Tapirdame Laila vergangenen Freitag eingeschläfert werden musste, wird aktuell im Leipziger Zoo noch darüber beraten, ob die Zucht mit Laila nun komplett eingestellt wird.

Das Baby der Tapirdame Laila hat leider nicht überlebt.
Das Baby der Tapirdame Laila hat leider nicht überlebt.  © Zoo Leipzig

Das Züchten und damit verbunden auch der Erhalt der stark gefährdeten Schabrackentapire ist dem Leipziger Zoo enorm wichtig.

So entschied dieser auch nach drei missglückten Aufzuchtversuchen mit der Schabrackentapirdame Laila vorerst die Zucht fortzusetzen.

Nun beraten sich der Leipziger Zoo und das Europäischen Erhaltungszuchtprogramm jedoch neu über dieses Vorhaben.

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Grund dafür ist ein Keim, den Laila in sich trägt. Diesen überträgt sie an ihre Nachkommen, wo er sich dann negativ auf die Entwicklung des Fötus und später auch auf das Neugeborene auswirkt.

Die Zoosprecherin Maria Saegebarth bestätigte im Gespräch mit TAG24, dass mit der Tapirdame wahrscheinlich nicht weiter gezüchtet wird, sollte es keine weiteren veterinärmedizinischen Erkenntnisse geben.

Dies würde einen enormen Rückschlag bedeuten, denn nur noch etwa 1500 bis 2000 Schabrackentapire leben aktuell in ihrem natürlichen Lebensraum.

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Auch wenn die Zucht mit der Tapirdame Laila nun doch eingestellt wird, hat sie mit drei geglückten Geburten zum Erhalt der Rasse beigetragen. Die drei Nachzuchten Baru, Kedua und Ketiga konnten sich sogar schon selbst erfolgreich fortpflanzen.

Titelfoto: Zoo Leipzig

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