Amokfahrt schockt Deutschland: Täter soll verheirateter Familienvater sein

Leipzig - Am Morgen nach der mutmaßlichen Amokfahrt durch die Innenstadt in Leipzig herrscht große Bestürzung.

Ein Großaufgebot der Polizei ist auch am Dienstag noch in der Leipziger Innenstadt vor Ort.  © EHL Media

Ein 33-jähriger Deutscher war am Montag gegen 16.45 Uhr am Augustusplatz mit seinem Wagen in die Grimmaische Straße eingebogen und mit hoher Geschwindigkeit durch eine Menschenmenge gefahren.

Zwei Personen wurden dabei so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort beziehungsweise kurze Zeit später verstarben. Laut Polizeiangaben handelt es sich dabei um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann.

Der Tatverdächtige konnte unmittelbar nach der grausamen Tat festgenommen werden.

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5. Mai, 10 Uhr: Leipzig will Sicherheit in der Innenstadt prüfen

Wie Stadt-Sprecher Matthias Hasberg sagte, soll die Zufahrtsstelle am östlichen Ende der Grimmaischen Straße geprüft werden. Diese hatte der Amokfahrer vom Augustusplatz aus offenbar ungehindert passieren können.

Man wolle nun die Sicherheitsvorkehrungen an der Einfahrtsstelle unter die Lupe nehmen und "das gesamte Sicherheitskonzept Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand stellen", so Hasberg.

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Hier begann die Amokfahrt des 33-Jährigen.  © Jan Woitas/dpa

5. Mai, 9.38 Uhr: Michael Kretschmer bei Gedenkandacht in Nikolaikirche erwartet

Die christlichen Gemeinden der Messestadt laden die Bürgerinnen und Bürger am Dienstagabend um 17 Uhr zu einer ökumenischen Gedenkandacht in die Nikolaikirche ein.

"Im Zentrum der Zusammenkunft steht das Bedürfnis, dem kollektiven Erschrecken gemeinsam zu begegnen", so eine Sprecherin der Kirche. "Es geht darum, den Betroffenen tiefe Solidarität und Mitgefühl zu zeigen."  

Neben Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) wird auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) bei der öffentlichen Andacht erwartet.

5. Mai, 8.23 Uhr: Täter soll Familienvater sein

Nach TAG24-Informationen soll der 33-jährige Amokfahrer verheiratet und Vater eines Kindes sein!

Der Tatverdächtige mit seiner Familie.  © privat
Hier soll der 33-Jährige zuletzt gelebt haben.  © Christian Grube

5. Mai, 8.23 Uhr: Wochenmarkt findet trotz Tragödie statt

Trotz der großflächigen Sperrung der Grimmaischen Straße soll der Wochenmarkt auf dem Marktplatz am heutigen Dienstag nicht abgesagt werden, so das Marktamt am Morgen. Stattdessen habe man den Händlern freigestellt, ob sie teilnehmen möchten. 

Der Marktplatz ist aktuell und voraussichtlich bis frühestens 18 Uhr nur von der nördlichen Seite zugänglich. 

Vereinzelte Wochenmarkt-Händler bauten ihre Stände vor dem Alten Rathaus auf.  © EHL Media

5. Mai, 7.58 Uhr: Täter soll als Haustechniker gearbeitet haben

Nach Informationen der BILD soll es sich bei dem 33-jährigen Täter um einen Leipziger Haustechniker handeln.

5. Mai, 7.50 Uhr: Feuerwehr bestätigt Zahl der Opfer

Wie Axel Schuh, Branddirektor der Leipziger Feuerwehr, am Morgen vor Ort bestätigte, wurden bei der Amokfahrt neben den zwei getöteten Menschen zwei weitere Personen schwer verletzt. Sie befänden sich aktuell aber nicht in Lebensgefahr!

Dazu kommen zwei Leichtverletzte sowie 20 weitere Betroffene, die Zeugen des Geschehens wurden und psychologisch betreut werden mussten.

Die Leipziger Staatsanwaltschaft wollte das am Morgen hingegen nicht bestätigen: "Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte Sprecher Ricardo Schulz.

Axel Schuh Dienstagmorgen am Tatort.  © EHL Media
Die Ermittlungsarbeit dauert an.  © EHL Media

5. Mai, 7.18 Uhr: Anteilnahme durch Blumen und Kerzen

Als Ausdruck ihrer Anteilnahme haben Leipzigerinnen und Leipziger Blumen und Kerzen auf dem Augustusplatz am Eingang zur Grimmaischen Straße abgelegt.

Am Augustusplatz wurden Blumen und Kerzen abgelegt.  © Hendrik Schmidt/dpa

5. Mai, 6.41 Uhr: Innenstadt bleibt bis auf Weiteres gesperrt

Laut der Polizei werden auf der Grimmaischen Straße und dem Marktplatz weiterhin Spuren gesichert und Tatortermittlungen angestellt, sodass der Bereich bis in die späten Nachmittagsstunden gesperrt bleiben soll.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.  © EHL Media

5. Mai, 6 Uhr: Täter soll Haftrichter vorgeführt werden

Nach der Festnahme des Amokfahrers soll der 33-Jährige noch am heutigen Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.

4. Mai, 22.10 Uhr: Ermittler nehmen Tatort unter die Lupe

Gegen 21 Uhr nahm die Kriminaltechnik der Polizeidirektion Leipzig in Zusammenarbeit mit der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen ihre Arbeit auf.

Es werden Spuren gesichert, um den genauen Ablauf des Geschehens zu rekonstruieren. Wie lange die Arbeiten andauern werden, war noch ungewiss.

Spurensicherer am Tatort.  © Sebastian Willnow/dpa

4. Mai, 21.48 Uhr: Mutmaßlicher Amokfahrer soll Kindern das Boxen gelehrt haben

Der mutmaßliche Amokfahrer hat nach TAG24-Informationen in einem Leipziger Boxverein vor allem Kinder und Einsteiger trainiert.

"Dazu wollen wir uns nicht äußern", sagte seine Co-Übungsleiterin des Boxvereins gegenüber TAG24 am Telefon.

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