Amokfahrt schockt Deutschland: Täter wird noch heute Haftrichter vorgeführt

Leipzig - Am Morgen nach der mutmaßlichen Amokfahrt durch die Innenstadt in Leipzig herrscht große Bestürzung.

Ein Großaufgebot der Polizei ist auch am Dienstag noch in der Leipziger Innenstadt vor Ort.  © EHL Media

Ein 33-jähriger Deutscher war am Montag gegen 16.45 Uhr am Augustusplatz mit seinem Wagen in die Grimmaische Straße eingebogen und mit hoher Geschwindigkeit durch eine Menschenmenge gefahren.

Zwei Personen wurden dabei so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort beziehungsweise kurze Zeit später verstarben. Laut Polizeiangaben handelt es sich dabei um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann.

Der Tatverdächtige konnte unmittelbar nach der grausamen Tat festgenommen werden.

Leipzig So riss der Leipziger Amokfahrer (33) Unschuldige brutal in den Tod!

Alle weiteren Entwicklungen lest Ihr hier im TAG24-Liveticker.

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5. Mai, 8.23 Uhr: Wochenmarkt findet trotz Tragödie statt

Trotz der großflächigen Sperrung der Grimmaischen Straße soll der Wochenmarkt auf dem Marktplatz am heutigen Dienstag nicht abgesagt werden, so das Marktamt am Morgen. Stattdessen habe man den Händlern freigestellt, ob sie teilnehmen möchten. 

Der Marktplatz ist aktuell und voraussichtlich bis frühestens 18 Uhr nur von der nördlichen Seite zugänglich. 

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Vereinzelte Wochenmarkt-Händler bauten ihre Stände vor dem Alten Rathaus auf.  © EHL Media

5. Mai, 7.58 Uhr: Täter soll Familienvater gewesen sein

Nach Informationen der BILD soll es sich bei dem 33-jährigen Täter um einen Leipziger Haustechniker handeln.

Demnach soll er verheiratet und Vater eines Kindes sein.

5. Mai, 7.50 Uhr: Feuerwehr bestätigt Zahl der Opfer

Wie Axel Schuh, Branddirektor der Leipziger Feuerwehr, am Morgen vor Ort bestätigte, wurden bei der Amokfahrt neben den zwei getöteten Menschen zwei weitere Personen schwer verletzt. Sie befänden sich aktuell aber nicht in Lebensgefahr!

Dazu kommen zwei Leichtverletzte sowie 20 weitere Betroffene, die Zeugen des Geschehens wurden und psychologisch betreut werden mussten.

Die Leipziger Staatsanwaltschaft wollte das am Morgen hingegen nicht bestätigen: "Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte Sprecher Ricardo Schulz.

Axel Schuh Dienstagmorgen am Tatort.  © EHL Media
Die Ermittlungsarbeit dauert an.  © EHL Media

5. Mai, 7.18 Uhr: Anteilnahme durch Blumen und Kerzen

Als Ausdruck ihrer Anteilnahme haben Leipzigerinnen und Leipziger Blumen und Kerzen auf dem Augustusplatz am Eingang zur Grimmaischen Straße abgelegt.

Am Augustusplatz wurden Blumen und Kerzen abgelegt.  © Hendrik Schmidt/dpa

5. Mai, 6.41 Uhr: Innenstadt bleibt bis auf Weiteres gesperrt

Laut der Polizei werden auf der Grimmaischen Straße und dem Marktplatz weiterhin Spuren gesichert und Tatortermittlungen angestellt, sodass der Bereich bis in die späten Nachmittagsstunden gesperrt bleiben soll.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.  © EHL Media

5. Mai, 6 Uhr: Täter soll Haftrichter vorgeführt werden

Nach der Festnahme des Amokfahrers soll der 33-Jährige noch am heutigen Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.

4. Mai, 22.10 Uhr: Ermittler nehmen Tatort unter die Lupe

Gegen 21 Uhr nahm die Kriminaltechnik der Polizeidirektion Leipzig in Zusammenarbeit mit der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen ihre Arbeit auf.

Es werden Spuren gesichert, um den genauen Ablauf des Geschehens zu rekonstruieren. Wie lange die Arbeiten andauern werden, war noch ungewiss.

Spurensicherer am Tatort.  © Sebastian Willnow/dpa

4. Mai, 21.48 Uhr: Mutmaßlicher Amokfahrer soll Kindern das Boxen gelehrt haben

Der mutmaßliche Amokfahrer hat nach TAG24-Informationen in einem Leipziger Boxverein vor allem Kinder und Einsteiger trainiert.

"Dazu wollen wir uns nicht äußern", sagte seine Co-Übungsleiterin des Boxvereins gegenüber TAG24 am Telefon.

4. Mai, 21.23 Uhr: Leipziger Stadtrat verwundert über Sicherung der Fußgängerzone

Der Leipziger Stadtrat Eric Recke (BSW) hat sich schockiert über die Amokfahrt in der Innenstadt gezeigt und gleichzeitig die Sicherheitsvorkehrungen bemängelt.

"Es wundert mich, dass die Zufahrt zu der engen Einkaufsstraße nicht mit Pollern oder anderen Barrieren für Fahrzeuge gesperrt war und ich fordere, diese Stelle umgehend zu sichern. Die Menschen konnten kaum ausweichen", schrieb der BSW-Politiker in einer Mitteilung am Abend.

4. Mai, 21.20 Uhr: Tatort weiterhin gesperrt - LVB fahren Umleitungen

Die Grimmaische Straße ist nach der Amokfahrt weiterhin gesperrt.

Während die Ermittler vor Ort Spuren sichern, müssen sich Fahrgäste der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) noch bis Dienstagmorgen auf Umleitungen einstellen. Davon betroffen sind die Tram-Linien 4, 7, 12 und 15 sowie die Buslinie 89.

Alle Infos findet Ihr auf der Website der LVB.

Spurensicherer untersuchen den Tatort.  © Sebastian Willnow/dpa

4. Mai, 21.05 Uhr: Amokfahrer soll Boxtrainer aus Leipzig sein

Nach TAG24-Informationen soll es sich bei dem Amokfahrer um einen Box-Trainer aus Leipzig handeln.

Der 33-Jährige soll nach Angaben aus Behördenkreisen schon in der Vergangenheit psychisch auffällig und polizeibekannt geworden sein. Ein Polizeisprecher konnte die Angaben auf Nachfrage bisher nicht bestätigen.

In Leipzig starben am Montag zwei Menschen.  © Jan Woitas/dpa

4. Mai, 20.58 Uhr: Innenminister Schuster dankt Einsatzkräften

Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) zeigte sich auf einer Pressekonferenz bestürzt über die Todesfahrt durch die Leipziger Innenstadt.

"Die schreckliche Amokfahrt erfüllt einen mit Entsetzen und Trauer zugleich", sagte Schuster und dankte den Einsatzkräften sowie den "besonnenen Passanten" für ihr rasches Eingreifen.

Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU, r.) mit Oberstaatsanwältin Claudia Laube (l.).  © Hendrik Schmidt/dpa

4. Mai, 20.45 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 33-jährigen Tatverdächtigen wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.

"Wir gehen von einer Amoktat aus", sagte Oberstaatsanwältin Claudia Laube auf einer einberufenen Pressekonferenz vor Medienvertretern.

Auf einer Pressekonferenz wurden nähere Details zu der Tat bekannt gegeben.  © Hendrik Schmidt/dpa

4. Mai, 20.34 Uhr: Hinweisportal für Zeugen eingerichtet

Für mögliche Zeugen der Amokfahrt hat die Polizei unterdessen ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon eingerichtet.

Unter folgender Rufnummer nimmt die Polizei sachdienliche Hinweise zum Hergang der Todesfahrt durch die Innenstadt entgegen: 034196646666. Online können Hinweise unter sn.hinweisportal.de eingereicht werden.

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