Er soll einen Anschlag in Magdeburg geplant haben: 21-Jähriger ausgereist

Von Christopher Kissmann

Magdeburg - Ein im Dezember wegen möglicher Anschlagspläne in Magdeburg festgenommener Mann ist in sein Heimatland Tadschikistan zurückgekehrt.

Das Landesinnenministerium gab bekannt, dass der 21-jährige Mann, der einen Anschlag geplant habe, ausgereist ist.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Der 21-Jährige sei bereits am Samstag kontrolliert ausgereist, teilte das Landesinnenministerium in Magdeburg mit.

Die Ausreise sei in enger Zusammenarbeit von Bundes- und Landesbehörden koordiniert worden. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hatte der Tadschike eine schwere Gewalttat geplant.

Der Mann war am 12. Dezember in Magdeburg festgesetzt und danach in Vorbereitungshaft genommen worden. Damit sollte ein möglicher Anschlag auf größere Menschenmengen verhindert werden. Den mutmaßlichen Plänen soll den Erkenntnissen zufolge eine islamistische Motivation zugrunde liegen.

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Laut Landesinnenministerium war die Ingewahrsamnahme durchgeführt worden, "um die unmittelbar bevorstehende Begehung einer schweren Gewaltstraftat zu verhindern".

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Mann erhält unbefristetes Einreiseverbot und dauerhaftes Aufenthaltsverbot

Innenministerin Tamara Zieschang (55, CDU, M.) lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden.  © Peter Gercke/dpa

Die polizeiliche Maßnahme wurde durch einen richterlichen Beschluss des Amtsgerichts Magdeburg bestätigt. Der Mann habe sich radikalisiert und Interesse an Waffen und Schießtraining gezeigt, hieß es.

Der Tadschike war im Juni 2024 mit einem Visum nach Deutschland eingereist. In einem Motivationsbrief zur Teilnahme an einem Au-pair-Programm soll er angegeben haben, sich für die deutsche Sprache und Kultur zu interessieren.

Demnach wollte er später in seine Heimat zurückkehren, um Tourismusmanagement zu studieren. Schließlich hat er in Magdeburg eine Ausbildung zum Pflegefachmann begonnen.

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Gegen den Mann wurde nach Angaben des Innenministeriums auch ein unbefristetes Einreiseverbot und dauerhaftes Aufenthaltsverbot verhängt.

Alle beteiligten Behörden hätten sich eng abgestimmt und Hand in Hand gearbeitet, sagte Innenministerin Tamara Zieschang (55, CDU).

Originalmeldung vom 4. Januar um 13.13 Uhr, zuletzt aktualisiert um 13.21 Uhr.

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