Kultkneipe Flowerpower kurz vor dem Aus: Betreiberin setzt jetzt alles auf eine Karte

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Magdeburg - Das Flowerpower am Hasselbachplatz in Magdeburg muss noch nicht dichtmachen. Doch Entwarnung gibt es für die Kultkneipe noch lange nicht.

Janet Knoll möchte ihre Kneipe nicht aufgeben.
Janet Knoll möchte ihre Kneipe nicht aufgeben.  © Robert Richter

Bis zum 30. Juni sollten sich die Türen des Clubs endgültig schließen. Nach Angaben der Betreiber gibt es nun einen kleinen Hoffnungsschimmer: Statt einer Schließung haben sie eine Verlängerung ihres ausgelaufenen Mietvertrages bis Ende 2026 erhalten.

Für Inhaberin Janet Knoll ist das allerdings nur ein kleiner Aufschub im Kampf um die Zukunft ihres Lokals. "Das verschafft uns ein kleines bisschen Luft", erklärt sie.

Zwischenzeitlich hatte Knoll versucht, eine Alternative für den alteingesessenen Club zu finden. Trotz intensiver Bemühungen und Unterstützung aus dem Rathaus blieb die Suche jedoch ohne Erfolg.

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Für Knoll steht daher fest: Das Flowerpower gehört auch nach 20 Jahren weiterhin an den Hasselbachplatz.

"Es funktioniert für uns nirgendwo anders in Magdeburg", sagt sie. Ein Umzug ist aufgrund der Kosten für sie zudem wirtschaftlich nicht zu stemmen.

Viertel befindet sich im Wandel

Das Flowerpower hat seit 20 Jahren einen festen Platz am Hasselbachplatz.
Das Flowerpower hat seit 20 Jahren einen festen Platz am Hasselbachplatz.  © Chris Rößler

Die Betreiberin möchte daher alles daran setzen, die Kultkneipe an Ort und Stelle zu lassen. Es gehe ihr hierbei nicht nur um das Geschäft, sondern auch um die Zukunft der sechs langjährigen Mitarbeiter.

Eine Ursache für das derzeitige Problem sieht Knoll nicht bei ihrem Laden. Seit Jahren befindet sich der Hasselbachplatz im Wandel. Vor allem in der Situation in der Einsteinstraße fehle es an Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung.

Mitverantwortlich dafür sind Spätshops, die Alkohol bis in die frühen Morgenstunden verkaufen.

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Das Flowerpower zieht daher selbst erste Konsequenzen. Ab Juli werden die Öffnungszeiten von Dienstag bis Donnerstag freiwillig um zwei Stunden verkürzt. Statt bis 5 Uhr wird dann bereits um 3 Uhr geschlossen. Bei den beliebten Karaoke-Abenden wird zudem künftig Eintritt erhoben.

Sollte die Kneipe in Zukunft doch langfristig am Hasselbachplatz bleiben können, plant Knoll weitere Maßnahmen.

Betreiberin appelliert an Stadt und Land

Für Knoll steht jedoch fest: Eine Schließung würde die Probleme rund um den Hasselbachplatz nicht lösen. "Leidtragende einer endgültigen Schließung wären unsere Mitarbeiter und unsere Gäste", so die Inhaberin.

Am Zustand des Viertels würde sich dadurch jedoch nichts ändern.

Titelfoto: Chris Rößler

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