Warnstreik im Magdeburger Nahverkehr: Wenn es keine Einigung gibt, dann ...
Magdeburg - Die Gewerkschaft ver.di hat erneut deutschlandweit zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Auch Magdeburg ist betroffen.
ver.di teilte mit, dass am Donnerstag die Beschäftigten der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) "zu einem Warnstreik mit geringer Mobilisierung" aufgerufen wurden, sollte es in der zweiten Verhandlungsrunde am Mittwoch zu keiner Einigung kommen.
"Die gewählte Form des Streiks ist bewusst so angelegt, dass die Belastungen für Fahrgäste und die Stadtbevölkerung so gering wie möglich gehalten werden, gerade bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen", betonte die Gewerkschaft.
Mit einem flächendeckenden Ausfall von Verbindungen sei deshalb nicht zu rechnen, erklärte der zuständige Gewerkschaftssekretär Benjamin Schladitz.
"Wir streiken mit Augenmaß. Uns ist bewusst, dass viele Menschen in Magdeburg auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind – für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu wichtigen Terminen."
In der ersten Verhandlungsrunde seien zentrale Entlastungsthemen von der Arbeitgeberseite rundweg abgelehnt worden, hieß es. Darunter unter anderem die Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden, um die hohe Arbeitsbelastung im Fahrdienst und in den Werkstätten spürbar zu reduzieren.
Die Arbeitgeber stellten sogar Gegenforderungen. Beispielsweise die Lockerung des Kündigungsschutzes, welche für ver.di inakzeptabel ist.
Sollte auch die zweite Verhandlungsrunde scheitern, kündigten ver.di und seine Mitglieder bereits schärfere Arbeitskampfmaßnahmen an.
Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
