Kommission soll Vetternwirtschaft prüfen: AfD bleibt wortkarg

Von Christopher Kissmann

Magdeburg - Die nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft eingerichtete AfD-Kommission "Verhalten im politischen Betrieb" hat sich konstituiert.

Der AfD in Sachsen-Anhalt wird Vetternwirtschaft vorgeworfen. Eine Kommission soll darüber jetzt beraten. (Symbolfoto)
Der AfD in Sachsen-Anhalt wird Vetternwirtschaft vorgeworfen. Eine Kommission soll darüber jetzt beraten. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Zeitnah seien weitere Treffen geplant, sagte der Vorsitzende Gordon Köhler (39, AfD) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Nachfragen, etwa zur Zahl der Mitglieder, zum inhaltlichen Schwerpunkt oder zum Zeitplan, wurden von der Landespartei nicht beantwortet. Man könne dazu "aus Gründen des laufenden internen Prozesses" keine weiteren Auskünfte geben, sagte der Landtagsabgeordnete Köhler.

"Sobald die Kommission ihre Arbeit abgeschlossen hat, wird der Landesvorstand die interessierte Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren."

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Vor einigen Wochen sah sich die AfD bundesweit mit Vorwürfen der Vetternwirtschaft in den eigenen Reihen konfrontiert. Es wurden viele Fälle bekannt, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen Abgeordneten beschäftigt worden sind.

Mehrere Fälle aus Sachsen-Anhalt hatten in diesem Zusammenhang für Aufsehen gesorgt.

Die AfD Sachsen-Anhalt stufte die Berichterstattung damals als "politisch-mediale Kampagne" ein, gründete aber dennoch die Kommission. Das Gremium soll Empfehlungen zur Anstellungspraxis vorlegen und über gesetzliche Änderungen beraten.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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