Mann droht Kiosk abzufackeln und flüchtet mit Boot vor Polizei

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Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) - Verfolgungsjagd mal anders: In Mecklenburg-Vorpommern nahe Malchin hat am Montagnachmittag ein Mann vor der Polizei Reißaus genommen - mit einem Boot.

Die Flucht über den Kummerower See ist letztendlich erfolglos geblieben. (Archivfoto)
Die Flucht über den Kummerower See ist letztendlich erfolglos geblieben. (Archivfoto)  © Winfried Wagner/dpa-Zentralbild/dpa

Zuvor soll der 39-Jährige in einem Kiosk am Kummerower See für Aufruhr gesorgt haben. Weil er mit dem dortigen Angebot nicht einverstanden war, soll der Betrunkene zunächst die 51 Jahre alte Verkäuferin beleidigt haben, wie die Behörde mitteilte.

Als diese auf den Besitzer des Geschäfts verwies, habe der Pöbler direkt zum Telefon gegriffen und auch den 56-Jährigen beleidigt und gedroht, dessen Laden anzuzünden, wenn er nicht bekommt, was er haben will.

Als auch diese Drohung ohne Wirkung blieb, kaufte der Mann demnach etwas anderes und entfernte sich in Richtung Anlegestelle. Beim Eintreffen der alarmierten Polizisten befand sich der Tatverdächtige gemeinsam mit zwei Begleitern bereits in einem Boot auf dem See.

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Am Hafen von Salem wollten die Einsatzkräfte das Boot abfangen. Als die drei jedoch den Streifenwagen sahen, der auf sie wartete, winkten sie den Beamten zu und wendeten ihren Kahn.

Schließlich musste die Wasserschutzpolizei eingreifen und das Boot auf dem Kummerower See aufbringen. Dabei stellte sich heraus, dass die Begleiter des Provokateurs der Polizei bereits bekannt waren.

Freizeitkapitän betrunken und berauscht

Nach Angaben der Behörde war der 30-jährige Freizeitkapitän am Steuer ebenfalls betrunken und habe zudem den Konsum von Drogen eingeräumt.

Fazit der berauschten Bootstour: Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Trunkenheit im Verkehr gegen den 30-Jährigen und sein neun Jahre älterer Kumpel muss sich wegen Beleidigung und Bedrohung verantworten.

Titelfoto: Winfried Wagner/dpa-Zentralbild/dpa

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