Von Franziska Groll, Benedikt Zinsmeister
München - Zwei alkoholisierte Teenager sollen einen 18-Jährigen am Münchner Ostbahnhof ins Gleis gestoßen haben.
Wie die Bundespolizei mitteilte, waren vier Jugendliche am Sonntagmorgen zunächst in einer S-Bahn der Linie S8 in Streit geraten.
Als sie am Ostbahnhof ausstiegen, sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei sollen ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Landshut und ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Ebersberg einen anderen 18-Jährigen aus dem Münchner Landkreis ins Gleis geschubst haben.
Als dieser versuchte, wieder auf den Bahnsteig zu gelangen, sollen sie ihn gegen den Kopf getreten haben. Danach sollen sich die insgesamt vier Deutschen gegenseitig geschlagen haben.
Drei 18-jährige Zeugen seien eingeschritten und hätten gegen 5 Uhr den Notruf gewählt.
Drei Teenager seien von der Bundespolizei mit aufs Revier genommen worden. Der vierte Beteiligte entkam, wie es hieß. Seine Identität muss noch ermittelt werden.
Freiwillig durchgeführte Atemalkoholtests ergaben den Angaben nach Werte zwischen 1,59 und 1,92 Promille.
Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung
Alle drei waren demnach nur leicht verletzt und lehnten eine ärztliche Behandlung ab. Die Jugendlichen wurden entlassen und ihre Erziehungsberechtigten kontaktiert.
Den Angaben nach wird gegen den 17-Jährigen und seinen 18-jährigen Begleiter wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.
Der 18-Jährige, der ins Gleis geschubst wurde, müsse sich ebenfalls wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten.