Wissenschaft-Spione für China? Deutsches Ehepaar in München festgenommen

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München - In München sind zwei mutmaßliche Spione gefasst worden. Das Ehepaar mit deutscher Staatsangehörigkeit soll für einen chinesischen Geheimdienst spioniert haben.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ein Ehepaar aus München, das für den chinesischen Geheimdienst gearbeitet haben soll.
Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ein Ehepaar aus München, das für den chinesischen Geheimdienst gearbeitet haben soll.  © Christoph Schmidt/dpa

Das geht aus einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hervor. Die Haftbefehle seien eine Woche zuvor durch einen Ermittlungsrichter erlassen und an diesem Mittwoch vollstreckt worden.

Auch wurden ihre Wohnräume und Arbeitsplätze in München durchsucht.

Den beiden wird vorgeworfen, Kontakte zu zahlreichen Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgenommen haben.

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Ziel sei es gewesen, wissenschaftliche Informationen über militärisch relevante Hochtechnologien zu erhalten.

"Einige Wissenschaftler wurden unter dem Vorwand nach China gelockt, gegen Honorar Vorträge vor einem zivilen Publikum zu halten. Tatsächlich erfolgten solche Vorträge dann aber vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen", heißt es in der Mitteilung.

Weitere Einsätze unter anderem in Berlin, Baden-Württemberg und Brandenburg

Auch die Arbeitsplätze und die Wohnung der Eheleute Xuejun C. und Hua S. wurden durchsucht.
Auch die Arbeitsplätze und die Wohnung der Eheleute Xuejun C. und Hua S. wurden durchsucht.  © Peter Steffen/dpa

"Die Beschuldigten werden heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihnen die Haftbefehle eröffnen und über den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden wird."

Besonders hätten es die Eheleute Xuejun C. und Hua S. auf die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik oder künstliche Intelligenz abgesehen.

Gegenüber den kontaktierten Forschern tarnten sich die beiden laut Bundesanwalt unter anderem als Dolmetscher oder Mitarbeiter eines Automobilherstellers.

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Das Verfahren habe man in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz geführt. Außerdem wurde für die polizeilichen Ermittlungen auch das Bayerische Landeskriminalamt miteinbezogen.

Weitere Maßnahmen gab es am Mittwoch zudem bei möglichen Zeugen. Diese zehn Personen werden als "Nicht-Tatverdächtige" eingestuft.

Dazu gab es Einsätze unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie weitere im Raum München und Erding.

Titelfoto: Peter Steffen/dpa

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