Ponys bei Reitturnier gezielt misshandelt: Polizei gibt neue Details bekannt

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Von Florian Diettrich

München - Unbekannte haben mit der Tierquälerei von sechs Ponys während eines Reitturniers in München offenbar besondere Absichten verfolgt.

Die Täter griffen den Ponys ins Maul und umwickelten ihre Zungen mit Gummibändern. (Symbolbild)
Die Täter griffen den Ponys ins Maul und umwickelten ihre Zungen mit Gummibändern. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Sie hätten damit die Reihenfolge beeinflussen wollen, in der die Tiere starten sollten, teilte die Polizei mit. Wie sich die Taten auf die Startplatzierungen und die jungen Reiter auswirken sollten, wollte die Polizei auf Nachfrage der dpa nicht erklären.

Das Mitte Februar ausgetragene Jugendturnier in München-Riem wurde nach dem Vorfall in der Nacht zum 15. Februar abgebrochen. 

Der bayerische Reit- und Fahrverband (BRFV) sprach aus ermittlungstaktischen Gründen lediglich von dramatischen Vorfällen. Der ehemalige Geschäftsführer hingegen nannte Details. Wilfried Herkommer sagte dem Fachportal "equi pages", Unbekannte hätten bei den sechs Ponys Mähnen, Schweife und zum Teil auch Schöpfe abgeschnitten.

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Bei mehreren Pferden hätten sie die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt. 

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Dabei wurde nach Angaben der Polizei keines der Pferde schwerer verletzt. Herkommer berichtete jedoch von zutiefst verstörten Kindern: "Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten".

Der Reitverband beauftragte daraufhin nach eigenen Angaben einen Sicherheitsdienst. Zudem habe man eine Videoüberwachung installiert.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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