München - Koks, Cannabis, Luxusuhren und ein Sportwagen für 100.000 Euro: Spezialeinheiten haben in München mutmaßliche Rauschgift-Bosse hochgenommen. Das Duo soll kiloweise Drogen in die bayerische Landeshauptstadt geschmuggelt haben.
Beim Einsatz der "Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift" (GER) des Zollfahndungsamtes München und des Bayerischen Landeskriminalamts am Mittwoch vor einer Woche kamen auch Spezialkräfte der Polizei zum Einsatz, wie die Behörden mitteilten.
Den beiden in München wohnenden 38 und 47 Jahre alten Tatverdächtigen mit türkischer beziehungsweise bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit wird vorgeworfen, Betäubungsmittel im großen Stil geschmuggelt und gehandelt haben.
Im Raum steht eine gewaltige Menge: über 300 Kilogramm Marihuana, 50 Kilogramm Haschisch und 29 Kilogramm Kokain. Zudem wird ihnen der Handel mit rund 1000 THC-haltigen, illegalen E-Zigaretten vorgeworfen.
Die Drogen sollen teils eingeschmuggelt, teils auf dem deutschen Schwarzmarkt beschafft und anschließend von München aus weiterverkauft worden sein. Unterstützt worden sein sollen sie dabei von einem 35-jährigen Rauschgift-Kurier, der ebenfalls in München lebt.
Dieser Kurier wurde am selben Tag von Beamten der Grenzpolizeiinspektion Piding auf der A8 bei Neukirchen kontrolliert. In seinem Fahrzeug fanden die Beamten 270 Gramm Kokain.
Das Rauschgift und das Auto wurden sichergestellt, der Deutsch-Serbe wurde vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ ein Richter am Folgetag Haftbefehl wegen Fluchtgefahr.
Schlag gegen Drogenhandel: Razzia in München und im Landkreis Fürstenfeldbruck
Bei weiteren Durchsuchungen in vier Münchner Wohnungen sowie an einer Geschäftsadresse im Landkreis Fürstenfeldbruck stellten die Ermittler zusätzlich 200 Gramm Kokain, 7000 Euro Bargeld, einen hochwertigen Mercedes-Sportwagen im Wert von rund 100.000 Euro sowie Luxusuhren im Gesamtwert von über 80.000 Euro sicher.
Der Verdacht: Die Gegenstände könnten aus Drogenerlösen stammen.
Die Ermittlungen dauern an.