München - Seit Jahren bremsen Tierschützer Münchens Taubenpopulation, indem sie echte Eier durch Attrappen ersetzen. Jetzt hat die MVG die Aktion gestoppt – und die ÖDP kündigt Widerstand gegen das Verbot an.
Denn die große Population stellt München seit Jahren vor Herausforderungen.
Um den Bestand nachhaltig und gewaltfrei zu regulieren, engagieren sich ehrenamtliche Tierschützer, die echte Taubeneier gegen Attrappen austauschen – eine Maßnahme, die an mehreren Standorten wie dem Sperrengeschoss des Hauptbahnhofs und am Odeonsplatz bereits genehmigt und erfolgreich umgesetzt wurde.
Allein am Odeonsplatz wurden vergangenes Jahr über 500 Eier ausgetauscht, wie die "AZ" berichtet. Doch die MVG untersagt den Tausch in dieser und weiteren U-Bahnen – vollkommen unverständlich für die Fraktion ÖDP/ML.
Fraktionsvorsitzender Tobias Ruff findet: "Der Eiertausch ist gelebter Tierschutz. Ihn zu verbieten, bedeutet nicht weniger Tauben, sondern mehr Leid. Es ist schwer nachvollziehbar, warum engagierte Ehrenamtliche plötzlich ausgebremst werden, obwohl sie eine Aufgabe übernehmen, für die es keine bessere Alternative gibt."
Die Fraktion fordert die Erlaubnis der MVG
Für den Tierschützer ist klar, die Stadt München dürfe nicht "wegsehen oder blockieren", sondern müsse Verantwortung übernehmen. "Wir brauchen für den Tierschutz endlich klare Regeln und ein gemeinsames Anpacken statt willkürlicher Verbote."
Die Fraktion fordert im Stadtrat, dass die Stadt München den tierschutzgerechten Austausch von Stadttaubeneiern in U-Bahnhöfen wieder erlaubt. Außerdem soll die MVG gemeinsam mit Tierschutzvereinen klare und dauerhafte Regeln dafür entwickeln.