Reiter wirft vor Stichwahl beim FC Bayern hin: "Vertrauen wichtiger als Vergütungen"

München - Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) hat nach heftiger Kritik seinen Posten beim FC Bayern geräumt.

Neuer Oberbürgermeister? Amtsinhaber Dieter Reiter (67, SPD, r.) könnte nach dem Zoff um seine Arbeit beim FC Bayern seinen politischen Posten verlieren.
Neuer Oberbürgermeister? Amtsinhaber Dieter Reiter (67, SPD, r.) könnte nach dem Zoff um seine Arbeit beim FC Bayern seinen politischen Posten verlieren.  © Matthias Balk/dpa

"Das Vertrauen der Münchnerinnen und Münchner ist mir wichtiger als Mandate oder Vergütungen", teilte der 67-Jährige in München mit.

Außerdem wolle er die 90.000 Euro, die er im Zusammenhang mit seinem Einsatz bei den Bayern erhalten habe, spenden.

Damit sollen nun soziale Projekte gefördert werden. Dieses Geld habe er seit 2021 insgesamt erhalten und auch ordnungsgemäß versteuert.

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Reiter beendet damit ein mehrjähriges Amt im Verwaltungsbeirat und den erst kürzlich angetretenen Posten im Aufsichtsrat.

Pro Halbjahr waren es 10.000 Euro. Dass der Stadtrat eine solche Tätigkeit hätte genehmigen müssen, sei ihm nicht bewusst gewesen, beteuerte Reiter immer wieder.

Nach heftigen Stimmen-Verlust: Stichwahl am 22. März

Der SPD-Politiker ist seit zwölf Jahren Oberbürgermeister der Landeshauptstadt und verwaltet ein Budget von rund neun Milliarden Euro.

Bei der OB-Wahl am Sonntag musste er einen ordentlichen Stimmenverlust hinnehmen. Er erhielt mit 35,6 Prozent (-12,3 Prozent) zwar die meisten Stimmen. Doch er muss in die Stichwahl. Herausforderer Dominik Krause (35, Grüne) erreichte 29,5 Prozent (+8,8 Prozent). Am Sonntag, 22. März, kommt es zur entscheidenden Wahl.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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