Streik in München und Bayern: Nahverkehr steht still
Von Christof Rührmair
München/Augsburg - In mehreren bayerischen Städten müssen die ÖPNV-Kunden am Donnerstag wieder mit massiven Einschränkungen wegen Warnstreiks rechnen.
Bereits am Mittwoch wurde in München und Dachau gestreikt. Nun wurde der Arbeitskampf auf eine Reihe weiterer Kommunen ausgedehnt, auch auf Regensburg, Bamberg, Bayreuth, Fürth, Schwabach, Schweinfurt, Passau und Landshut. In einigen Städten gehen die Ausstände auch am Freitag und teilweise sogar am Samstag weiter.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft teilte mit, dass auch am Donnerstag wieder erhebliche Einschränkungen bei den U-Bahnen und Trambahnen zu erwarten seien sowie Taktausdünnungen bei den Busen.
Die Buslinien würden trotzdem eine Grundversorgung im Stadtgebiet ermöglichen. Bei den Straßenbahnen seien die Linien 20 im 10-Minuten-Takt sowie 25 im 20-Minuten-Takt in Betrieb. Die U-Bahnen könnten zwischen Sendlinger Tor und Münchner Freiheit genutzt werden.
Wie üblich fahren S- und Regionalbahnen, weil sie andere Betreiber haben. Auch Regionalbusse rund um die Ballungszentren sind nicht betroffen.
Streik bei Bus und Bahn in Bayern: Massive Ausfälle im ÖPNV
In Augsburg sagte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di, er gehe davon aus, "dass Augsburg heute stillstehen wird". Die Stadtwerke Augsburg berichteten am Morgen, Busse und Straßenbahnen des Kommunalunternehmens blieben in den Depots. Der Nahverkehr sei zum Erliegen gekommen. Es gebe nur einzelne Linien im Stadtbereich, die von privaten Busunternehmen bedient würden und daher von den Streiks nicht betroffen seien.
In Nürnberg wird am Donnerstag laut der dortigen Verkehrsgesellschaft zwar gestreikt, nicht aber beim Fahrpersonal, weswegen dort erst am Freitag und Samstag Auswirkungen auf den Nahverkehr erwartet werden.
Besonders hart trifft es Passagiere in Passau. Sie müssen sich auf gleich drei Streiktage einstellen. Von Donnerstagfrüh bis zum Betriebsschluss am Samstagabend soll der Nahverkehr hier ruhen.
Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Am kommenden Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) an, bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

