Überraschende Wende: Die Eisbachwelle ist zurück – vorerst
München - Seit Donnerstagvormittag ist sie ganz offiziell zurück im Englischen Garten: Die weltberühmte Eisbachwelle. Zumindest vorerst.
Offenbar – so berichtet die "Münchner Abendzeitung" (AZ) – handelt es sich um einen Testlauf, bei dem auch ein Strömungsexperte mit vor Ort sei. Der Testbetrieb erfolgt nur eine Woche nach dem ausgesprochenen Surfverbot. Die Allgemeinverfügung scheint also nicht in Stein gemeißelt zu sein.
Die Surf-Community in München übte schärfste Kritik an dieser Entscheidung. Eine entsprechende Demonstration ist bereits angekündigt.
Zwischen 500 und 1000 Surfer und Supporter werden für die Kundgebung erwartet. Eine sofortige Aussetzung des Beschlusses wurde unmittelbar nach Bekanntgabe gefordert.
Wie lange die Welle nun aktiv ist, bleibt vorerst noch offen. Auch ist noch nicht bekannt, was dieser Testlauf nun genau für Folgen haben wird. Kommt es doch noch zur erhofften Annäherung?
Vor knapp einem Jahr verunglückte eine 33-jährige Surferin, als sich ihre Sicherungsleine am Bachgrund verhakte – sie starb später im Krankenhaus. Es gilt als der bislang erste tödliche Unfall seit Beginn des Surfens an der Eisbachwelle.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa
