46-Jähriger stirbt bei Güterzug-Unglück in München: Polizei liefert neue Erkenntnisse

München - Großeinsatz in München: Zwei Waggons eines Güterzugs sind in der Nacht auf Samstag im Stadtteil Milbertshofen von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt. Ein Mann erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Zwei Waggons eines Güterzugs sind in München von einer Brücke in die Tiefe gestürzt.  © Ehsan Monajati/dpa

Der Verstorbene war an den Rangierarbeiten, bei denen es zu dem Unglück kam, beteiligt. Laut Polizei handle es sich um einen 46-jährigen Deutschen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand waren zwei Güterzüge im Rangierbetrieb auf parallelen Gleisen in entgegengesetzter Richtung unterwegs.

Ein Zug kam aus Richtung Freimann und fuhr westwärts, geführt von einer Lok eines 28-jährigen Mannes aus Nordrhein-Westfalen. Der zweite Zug kam aus Richtung Moosach und fuhr ostwärts, gesteuert von einem 30-jährigen Deutschen aus dem Regierungsbezirk Schwaben. Beide Züge bestanden aus rund 25 Waggons und waren jeweils knapp 700 Meter lang.

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Im Bereich der Unfallstelle führten die Gleise über eine Weichenverbindung zusammen. Dabei wurde der aus Moosach kommende Zug auf das Gegengleis geleitet und prallte frontal gegen den mittleren Bereich des anderen Zuges.

In der Folge entgleisten mehrere Waggons. Zwei Wagen des 30-Jährigen wurden so stark aus dem Gleis gehoben, dass sie über ein Brückengeländer auf die Fahrbahn der Schleißheimer Straße stürzten.

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Ein Linienbus wurde von einem Gegenstand getroffen

Einer der Waggons wird mit einem Schwerlastkran auf die Straße gehievt.  © Stefan Puchner/dpa

"Dass zwei Züge miteinander kollidieren und von einer Brücke stürzen - unfassbar", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Die Rettungskräfte wurden gegen 1.40 Uhr zu der Unglücksstelle zwischen Frankfurter Ring und Max-Diamand-Straße alarmiert. Laut Feuerwehr wurden auch mehrere parkende Autos durch den Aufprall beschädigt.

Auch ein gerade auf der Schleißheimer Straße stadtauswärts fahrender, unbesetzter Linienbus wurde von einem herunterfallenden Gegenstand getroffen und leicht beschädigt. Der Fahrer blieb unverletzt.

Einem Polizeisprecher zufolge hatten die Güterzüge nichts geladen. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht. 

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Großeinsatz in München-Milbertshofen: Bilder vom Unfall an der Schleißheimer Straße

Auch parkende Autos und ein Linienbus wurden bei dem Unfall beschädigt.  © Feuerwehr München
Mitten in der Nacht wurden die Rettungskräfte alarmiert.  © Feuerwehr München
Die Güterzüge stürzten von der Brücke.  © Ehsan Monajati/dpa
Die Waggons krachten auf die Straße.  © Ehsan Monajati/dpa
Polizisten sehen sich die Unfallstelle an.  © Ehsan Monajati/dpa
Die Feuuerwehr ist an der Unglücksstelle auf der Schleißheimer Straße in Milbertshofen im Einsatz.  © Ehsan Monajati/dpa
Wann die Waggons geborgen werden können, ist noch völlig unklar.  © Ehsan Monajati/dpa

Güterzug-Crash in München: Bergung beginnt

Die Bergungsarbeiten sind am Samstagvormittag im Gange.  © Stefan Puchner/dpa

Die Rettungskräfte starteten am Samstagmorgen bereits mit der Bergung. Diese könnten bis Sonntag andauern. Dafür sind zwei Schwerlastkräne zur Unfallstelle transportiert worden.

Gegen Mittag wurde einer der beiden Waggons mit Hilfe eines Schwerlastkrans auf die Straße unter der Brücke gestellt. Der zweite Waggon soll zurück auf die Brücke gehievt werden.

Die Schleißheimer Straße musste in beide Richtungen komplett gesperrt werden. Die Sperre wird noch einige Zeit andauern. Eventuell sogar bis Sonntag. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

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Die Höhe des entstandenen Sachschadens ließ sich zunächst noch nicht abschätzen.

Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn passierte das Unglück auf einer Strecke, die ausschließlich von Güterzügen genutzt werde. Einschränkungen im Regional- oder Fernverkehr gebe es nicht.

Erstmeldung vom 20. Juni 2026, 7.10 Uhr; zuletzt aktualisiert: 18.01 Uhr.

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