Anja ist jetzt Feuerwehrchefin von Görlitz

Görlitz - Von Görlitz nach Schleswig-Holstein, in die USA, zurück in den Norden und wieder ab in die alte Heimat: Nach 16 Jahren ist Anja Weigel (40) wieder bei der Görlitzer Feuerwehr gelandet. Da, wo ihr Weg einst angefangen hat. Jetzt hat sie ganz frisch die Leitung der Wache übernommen.

Zum ersten Arbeitstag gab's für die neue Wachleiterin Anja Weigel (40) einen ordentlichen Empfang: Oberbürgermeister Octavian Ursu (51, CDU) stieg sogar mit ihr in den Drehleiterkorb.
Zum ersten Arbeitstag gab's für die neue Wachleiterin Anja Weigel (40) einen ordentlichen Empfang: Oberbürgermeister Octavian Ursu (51, CDU) stieg sogar mit ihr in den Drehleiterkorb.  © Stadtverwaltung Görlitz

"Gerade bin ich dabei, mir erst mal einen Überblick zu verschaffen", sagt Weigel. "In Görlitz hat sich viel getan in den letzten Jahren. Neue Unternehmen, manche freiwilligen Wehren wurden zusammengelegt.

Das Wissen darüber erarbeite ich mir jetzt." Aufgewachsen in Niesky, machte Weigel ihre Ausbildung in der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein. "Mein Pflichtpraktikum habe ich dann 2003 hier in Görlitz gemacht."

Nach ihrer Feuerwehr-Ausbildung zog es die Sächsin in die USA, dort arbeitete sie für die Bundeswehr. "Und ich habe 'Fire Science' studiert, um zu sehen, wie die Feuerwehr-Kollegen in Amerika arbeiten." Dabei spezialisierte Weigel sich auf Waldbrände.

"Die Ausbildung wird zwar hier nicht anerkannt, aber in Zeiten von Trockenheit treten auch hier verstärkt Waldbrände auf, da kann mein Wissen nützlich sein." Anja Weigel stammt aus Niesky, sie ist die erste Frau bei der Görlitzer Berufsfeuerwehr, die eine leitende Stelle einnimmt.

"Wir freuen uns sehr, dass wir die Stelle so schnell besetzen konnten und erstmalig eine Frau in einer Führungsposition bei der Feuerwehr Görlitz haben. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Feuerwehr Görlitz voranbringen werden", sagt Uwe Restetzki, Leiter der Feuerwehr.

Wenn Not ist, rückt Anja Weigel auch selbst mit aus.
Wenn Not ist, rückt Anja Weigel auch selbst mit aus.  © Danilo Dittrich

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