Schlamperei vom Sicherheits-Personal? Wasserrutsche zerfetzt Frau die Gebärmutter

Costa Adeje - Die schönste Zeit des Jahres hatte sich Toni Steedman wohl ganz anders vorgestellt. Denn eigentlich wollten die 25-Jährige und ihr Ehemann Adam (32) einen unbeschwerten Urlaub auf Teneriffa genießen. Doch der endete für die junge Frau in einem Krankenhaus.

Toni Steedman war nach dem Unfall acht Wochen krankgeschrieben. Ihr Ehemann Adam nahm vier Wochen frei, um sie zu betreuen.
Toni Steedman war nach dem Unfall acht Wochen krankgeschrieben. Ihr Ehemann Adam nahm vier Wochen frei, um sie zu betreuen.  © Screenshot Twitter/The Sun

Was hatte sich das Paar aus Clackmannan in Schottland auf seine Ferien gefreut! Die zweifache Mutter hatte die Reise geplant, um dort Adams Geburtstag zu feiern, berichtet "The Sun". Ihr Ziel: Las Americas, ein bei britischen Touristen sehr beliebter Urlaubsort.

Auf ihrem Programm stand auch ein Ausflug in den Aqualand-Wasserpark in Costa Adeje. Die Tickets dafür buchten sie bei ihrem Reiseleiter.

Toni wollte dort auch unbedingt die rote Kamikaze-Wasserrutsche ausprobieren. Diese Steilrutsche startet in einer geschlossenen Röhre, darauf folgt ein offenes Stück im freien Fall, bevor man schließlich in einen Pool gleitet. Doch die Rutsche wurde Toni zum Verhängnis!

"Die Rutsche war sehr schnell und als ich unten auf das Wasser traf, fühlte ich, wie etwas in mir platzte. Als ich schließlich aufstand, hatte ich das Gefühl, dass ich eine Toilette brauche. Doch als ich loslief, floss Blut zwischen meinen Beinen. Es war so viel, dass sich eine Spur vom Pool aus bildete", sagte Toni.

Und weiter: "Es kam immer mehr Blut und jemand gab mir den Rat, ich solle meine Beine wieder schließen. Dann wurde ein Arzt gerufen. Ich musste mich hinlegen und er untersuchte mich, um zu sehen, was passiert war. Ich erinnere mich, dass ich mich schwach fühlte und mir war schwindelig. Um mich wach zu halten, benetzte jemand mein Gesicht mit Wasser.

Ich sagte Adam, er solle sich um die Kinder kümmern. In dem Augenblick hatte ich so eine Angst und glaubte, ich würde meine Lieblinge nie wieder sehen."

Toni wäre fast gestorben

Die rote Kamikaze-Rutsche wurde Toni zum Verhängnis.
Die rote Kamikaze-Rutsche wurde Toni zum Verhängnis.  © Screenshot Youtube/TUBERIDES

Die Schottin wurde mit einem Krankenwagen in das nur drei Minuten entfernte Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte verzweifelt versuchten, die Blutung aus Tonis Gebärmutter zu stoppen. Als alles nichts half, entschieden die Ärzte, sie in ein größeres Krankenhaus im Norden Teneriffas zu bringen.

Dort wurde sofort eine Operation eingeleitet, um die durch einen großen Wasserschwall verursachten Verletzungen zu behandeln. Weil Toni vor dem schrecklichen Unfall etwas gegessen hatte, war eine Vollnarkose nicht möglich und sie konnte nur lokal betäubt werden. Doch sie überlebte!

Die Mediziner erklärten, dass Toni fast gestorben wäre. Drei Bluttransfusionen waren während der OP nötig, um den fast tödlichen Blutverlust auszugleichen. Auch der Defibrillator war dabei immer griffbereit.

Sie blieb danach noch drei Tage im Krankenhaus und flog anschließend zurück nach Hause. "Ich bin sehr dankbar, dass ich nicht schwerer verletzt wurde. Mir wurde auch gesagt, dass ich noch Kinder bekommen kann."

Doch wie war es zu dem Unglück gekommen?

Es folgte ein zweiter Schock!


Während des freien Falls auf der Rutsche drückten die Wassermassen zwischen die Beine der Schottin und fast sieben Zentimeter in ihren Körper hinein. Dadurch wurde die Gebärmutter zerrissen.

Für Toni steht fest, dass die fehlenden Sicherheitsanweisungen schuld sind. Weder ein Schild noch die Rettungsschwimmer hätten sie auf mögliche Gefahren hingewiesen: "Niemand sagte etwas, bevor ich losgerutscht bin."

Dabei müsse das Sicherheitspersonal darüber aufklären, dass Badegäste auf der Kamikaze-Rutsche ihre Arme verschränken und die Beine kreuzen müssen. "Sie hätten den Unfall verhindern können", klagte die junge Frau. Doch das ist noch nicht alles! Nach ihrer Rückkehr bekam sie gleich den nächsten Schock!

Tonis Reiseversicherung teilte ihr nämlich mit, dass sie die Kosten für die medizinische Hilfe im Ausland nicht bezahlen würden. Der Grund: Die Familie hatte die Versicherung vor Reiseantritt nicht über den Urlaub informiert.

Titelfoto: Screenshot Twitter/The Sun, Screenshot Youtube/TUB

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