Alternatives Lernen: Das ist Dresdens neue Waldorfschule

Dresden - Viel Grün, leere Straßen und zwei Kitas - viel mehr ist vom ehemaligen Sternstädtchen in Prohlis nicht geblieben.

Freut sich auf steigende Schülerzahlen: Schulleiterin Milena Rentsch (51).
Freut sich auf steigende Schülerzahlen: Schulleiterin Milena Rentsch (51).  © Petra Hornig

Doch nun ist zumindest auf dem Areal an der Heinrich-Mann-Straße südlich der Erich-Kästner-Straße neues Leben eingezogen.

Mit Beginn des Schuljahres hat dort die neue Waldorfschule Dresden den Betrieb aufgenommen. Der findet in den nächsten zwei Jahren aber zunächst in Containern statt.

Etwa 150 davon stehen bereits auf dem fast 30 000 Quadratmeter großen Areal und es kommen noch weitere hinzu. Denn die Schülerzahlen steigen seit Jahren.

"Derzeit lernen bei uns 202 Schüler in neun Klassen", erklärt Schulleiterin Milena Rentsch (51). Und mit jedem Schuljahr kommen weitere hinzu.

Bis zum Schuljahresbeginn 2021/22 wird die Schule aller Voraussicht nach auf 360 Schüler in 15 Klassen angewachsen sein.

Wenn alles klappt, sollen die dann aber nicht mehr in den Containern lernen, sondern in einem modernen Neubau. Für den laufen die Planungen bereits auf Hochtouren.

Neubau soll in zwei Jahren stehen, aber es kommt noch mehr

202 Schüler in neun Klassen lernen bereits in der Prohliser Waldorfschule.
202 Schüler in neun Klassen lernen bereits in der Prohliser Waldorfschule.  © Petra Hornig

Im Sommer beziehungsweise Herbst nächsten Jahres sollen dann die Bauarbeiten beginnen, die etwa ein Jahr dauern werden, kündigt Geschäftsführerin Kathrin-Susann Köhler (52) an.

Diesem ersten Bauabschnitt sollen in den nächsten zehn Jahren zwei weitere folgen und so ein richtiger Campus entstehen.

Bis Mai 2023, so der ehrgeizige Plan, sollen eine Sporthalle sowie ein Gebäude für Unterstufe und Hort fertig sein. Sechs Jahre später soll dann für die Oberstufe ein eigenes Gebäude zur Verfügung stehen.

Noch offen ist, wann der vierte Bauabschnitt umgesetzt wird, der Gebäude für eine Kita sowie für die Schülerfirma und eine Tagespflege vorsieht. "Die Idee ist es, einen Lebensraum zu schaffen", erklärt Rentsch.

Vielleicht ist der in einigen Jahren auch auf den Flächen der ehemaligen Sternhäuser entstanden. Der im Juni vom Stadtrat beschlossene Flächennutzungsplan sieht vor, dass dort Baugebiete für Eigenheime oder auch Eigentumswohnungen entstehen können.

Konkrete Planungen gebe es aber noch nicht, heißt es aus der Stadtverwaltung. Eigentümer der Grundstücke ist ein privates Wohnungsbauunternehmen.

Anton (9) und Hugo (9) mit Schulhund Albus.
Anton (9) und Hugo (9) mit Schulhund Albus.  © Petra Hornig
Tiere, Hort, Handwerk: Das Konzept der Schule überzeugt viele Eltern.
Tiere, Hort, Handwerk: Das Konzept der Schule überzeugt viele Eltern.  © Petra Hornig

Titelfoto: Petra Hornig

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