Endlich wird das Erlwein-Haus schick gemacht

Dresden - Noch wirbt die Bundeswehr am Erlwein-Haus in Dresden mit einer riesigen Plane um Rekruten. Doch in wenigen Wochen wird die Werbung zusammen mit dem restlichen Gerüst verschwinden und nach Jahren den Blick auf das historische Gebäude an der Löbtauer Straße freigeben. Nach jahrelangen Verzögerungen laufen die Bauarbeiten im Inneren seit einigen Monaten nämlich auf Hochtouren.

Die wechselnde Werbung ist die auffälligste Veränderung am Erlwein-Haus. Im Inneren ist aber schon viel passiert.
Die wechselnde Werbung ist die auffälligste Veränderung am Erlwein-Haus. Im Inneren ist aber schon viel passiert.  © Petra Hornig

Während bis zur vierten Etage versucht wurde, so viel von Erlwein wie möglich zu erhalten, sei ab dem fünften Obergeschoss alles neu, sagt Hendrik Neumann (50), der als Architekt ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist.

Wo früher ein schnöder Dachboden war, entstehen moderne Maisonette-Wohnungen über zwei Etagen. Das ist möglich, weil Erlwein das Dachgeschoss nicht ausgebaut hat und es nicht unter Denkmalschutz steht. Zur Hofseite kann das Dach deshalb auch modern gestaltet werden.

Zunächst sind aber die Fensterbauer am Werk. Danach ist die Fassade dran. "Wir wollen das Gerüst bis Weihnachten weghaben", sagt Arlt.

Über den Winter gehen die Arbeiten im Inneren weiter. "Im Sommer nächsten Jahres ziehen die ersten Mieter ein", kündigt Arlt an. Die gibt es bisher aber weder für die 14 Wohnungen noch für die beiden Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. "Wir spüren aber das Interesse und werden oft auf das Projekt angesprochen", sagt Neumann.

"Die Friedrichstadt ist im Kommen und das Quartier wandelt sich."

Vor der Sanierung: Der linke Gebäudeteil hatte seit 1945 nur ein flaches Notdach. Seit 1986 stand das Gebäude ganz leer.
Vor der Sanierung: Der linke Gebäudeteil hatte seit 1945 nur ein flaches Notdach. Seit 1986 stand das Gebäude ganz leer.  © Christian Suhrbier
Das historische Treppenhaus soll seinen Charme auch nach der Sanierung behalten.
Das historische Treppenhaus soll seinen Charme auch nach der Sanierung behalten.  © Petra Hornig
Architekt Hendrik Neumann (50, r.) erklärt, wie es in den obersten Etagen einmal aussehen soll.
Architekt Hendrik Neumann (50, r.) erklärt, wie es in den obersten Etagen einmal aussehen soll.  © Petra Hornig

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