Irrwitziges "Flintstones"-Comeback: Familie Feuerstein ist wieder zurück!

Los Angeles - Yabba Dabba Doo! Die wohl skurrilste Steinzeit-Familie aller Zeiten kehrt wieder auf die heimischen Bildschirme zurück - mit dem damaligen Publikum als Haupt-Zielgruppe. Die Macher der Flintstones-Neuauflage sprechen von einer "Animationsserie für Erwachsene".

Die beliebte Zeichentrickserie aus den 60er-Jahren soll als Animationsserie zurückkehren.
Die beliebte Zeichentrickserie aus den 60er-Jahren soll als Animationsserie zurückkehren.  © Montage: Chutima Kuanamon/123RF

Serien-Fans werden sich voller Freude an den Zeichentrick-Klassiker aus den 60er-Jahren zurück erinnern. Kann ein Reboot dem Charme der Comicserie überhaupt gerecht werden?

Diese Frage haben sich offenbar auch "Warner Bros. Animation" und "Brownstone Productions" gestellt. Die Produktionsfirmen sprachen gegenüber "Variety" vollmundig von einer "animated adult comedy", also von einer Animationsserie für Erwachsene.

Doch kann dieser Plan aufgehen? Schließlich richtete sich die Original-Zeichentrickserie eher an ein Familienpublikum. Bedenkt man jedoch, dass die damaligen Fans mittlerweile älter geworden sind, könnte die Entscheidung durchaus Sinn machen.

Genauere Informationen darüber, wie die neue Flintstones-Serie inhaltlich und optisch ausgerichtet sein soll, fehlen bislang noch. In den USA war "The Flintstones" die erste animierte Serie überhaupt, welche erfolgreich zur Primetime lief.

Zwischen 1960 und 1966 wurden insgesamt 166 Episoden in sechs Staffeln produziert - und auch in den 70er- und 80er- Jahren flimmerte die Serie über die Fernsehschirme und konnte somit auch nachfolgende Generationen begeistern. Ändern sollte sich dies erst mit den "Simpsons", die 1989 im TV starteten.

John Goodman, Elizabeth Perkins, Rick Moranis und Rosie O’Donnell im Realfilm von 1994.
John Goodman, Elizabeth Perkins, Rick Moranis und Rosie O’Donnell im Realfilm von 1994.  © PR / Copyright D.R.

Die Flintstones waren nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weil sie trotz des Steinzeit-Settings den gesellschaftlichen Alltag parodierten. So musste sich Fred Feuerstein bei seiner Arbeit im Steinbruch mit seinem strengen Vorgesetzten Herrn Schiefer herumärgern, während Ehefrau Wilma den vorzivilisatorischen Haushalt managen musste - inklusive Mammut-Geschirrspüler, Tochter Pebbles und Hausdinosaurier Dino.

Zusammen mit ihren Nachbarn Betty und Barney Geröllheimer erlebte Familie Feuerstein von Folge zu Folge jede Menge skurrile Alltagsabenteuer.

In den letzten Jahrzehnten scheiterten so ziemlich alle Versuche, die Serie in ein größeres Franchise umzuwandeln.

Lediglich der Realfilm "Flintstones - Die Familie Feuerstein" von 1994 mit John Goodman als Fred Feuerstein konnte trotz durchschnittlicher Kritiken gutes Geld in die Kassen spülen.

Bei vergleichsweise geringen Produktionskosten von 46 Millionen US-Dollar spielte der Film allein in den USA 130,5 Millionen Dollar ein. In Deutschland erwies sich die Realverfilmung als zweiterfolgreichster Kinofilm des Jahres 1994 nach Disneys "Der König der Löwen".

Ganz anders sah es da schon mit dem überdrehten Nachfolger "Die Flintstones in Viva Rock Vegas" aus dem Jahr 2000 aus. Mit Einnahmen von gerade mal 35,2 Millionen Dollar in den USA erwies sich der zweite Realfilm als finanzieller Flop.

Titelfoto: Montage: Chutima Kuanamon/123RF

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