Nach Brand-Serie in Frankfurt: Polizei gibt Jagd nach Feuerteufel auf

Frankfurt - Eine Serie spektakulärer Brände erschütterte im Jahr 2017 die Mainmetropole. Der oder die Feuerteufel wurden nie gefasst.

Besonders der Brand des Goetheturms war für viele Frankfurter ein Schock.
Besonders der Brand des Goetheturms war für viele Frankfurter ein Schock.  © DPA/Arne Dedert

Der koreanische Pavillon im Grüneburgpark, der chinesische Pavillon im Bethmannpark, der 43 Meter hohe Goetheturm im Stadtwald und eine Kindertagesstätte im Stadtteil Dornbusch – über mehrere Monate hinweg brannten im Jahr 2017 diese vier Holzgebäude in Frankfurt. In allen vier Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Noch im November 2018 setzte die Staatsanwaltschaft mehrere Tausend Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung des oder der Täter führen (TAG24 berichtete). Doch auch das brachte anscheinend keinen Erfolg.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, gibt es noch immer keine Spur zur Ergreifung des oder der Brandstifter.

"Es gibt leider keine neuen Informationen", sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegenüber der dpa.

"AG Holz" der Frankfurter Polizei aufgelöst

Die Serie der brennenden Holzbauten endete mit dem Brand einer Kita in Frankfurt-Dornbusch.
Die Serie der brennenden Holzbauten endete mit dem Brand einer Kita in Frankfurt-Dornbusch.  © dpa/Andreas Arnold

Die Polizeibeamten der "AG Holz", die Spuren auswerteten und versuchten, die Verantwortlichen für die Brände zu ermitteln, seien mittlerweile wieder an ihre üblichen Dienststellen zurückgekehrt, berichtete die Deutsche Presse-Agentur weiter.

Sollte es neue Hinweise geben, werde das Team aber wieder aktiviert.

Die Serie der brennenden Holzbauten in Frankfurt aus dem Jahr 2017 bleibt somit wohl ein ungelöstes Rätsel. Auch die Frage, ob es ein oder mehrere Feuerteufel waren, wird allem Anschein nach nicht geklärt werden.

Was die vier abgebrannten Holzkonstruktionen betrifft, spricht zumindest einiges für einen einzelnen Täter.

Die beiden Pavillons, der Goetheturm und die Kita in Frankfurt-Dornbusch brannten jeweils komplett nieder – der Brandstifter wusste, was er tat. Auch wurden alle vier Brände mitten in der Nacht gelegt und es gab keine Verletzten (TAG24 berichtete).

Goetheturm und chinesischer Pavillon werden neu errichtet

Das Archivbild aus dem Jahr 2014 zeigt den Goetheturm wie er ursprünglich aussah.
Das Archivbild aus dem Jahr 2014 zeigt den Goetheturm wie er ursprünglich aussah.  © DPA/Arne Dedert

Eine weitere ungeklärte Frage ist: In welchem Zusammenhang stehen die abgebrannten Holzgebäude mit einer Serie brennender Autos, die kurz nach dem letzten Brand eines Holzgebäudes in Frankfurt einsetzte?

Die Frankfurter werden möglicherweise niemals Antworten auf diese Fragen erhalten. Doch zumindest einige der niedergebrannten Holzbauten sollen neu entstehen.

Am kommenden Mittwoch stellt die Stadt Frankfurt das Projekt für die Rekonstruktion des chinesischen Pavillons im Bethmannpark vor.

Die Wiedererrichtung des Goetheturms im Frankfurter Stadtwald soll ebenfalls noch im Jahr 2019 beginnen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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