Katzensprache: Das will Euch Eure Mieze mit diesen fünf Geräuschen sagen

Deutschland - Ob niedliches Schnurren oder furchterregendes Schreien – Katzen haben ihre ganz eigene Sprache.

Kleine Kittens miauen z.B., wenn sie nach ihrer Mutter suchen.
Kleine Kittens miauen z.B., wenn sie nach ihrer Mutter suchen.  © 123RF: andreykuzmin

Dass Schnurren anzeigt, dass es der Katze gut geht, ist nicht schwer zu erraten. Doch bei einigen Katzenlauten sind viele Halter total überfordert.

Oder schlimmer: Sie beurteilen die Geräusche vom menschlichen Standpunkt aus. Das kann fatale Folgen haben, wenn beispielsweise nicht erkannt wird, ob die Katze Angst hat oder an einer Katzendepression leidet.

Häufig ist es auch umgekehrt: Der Katzenhalter macht sich wegen seltsamer Katzengeräusche große Sorgen, obwohl es in Wirklichkeit total harmlos ist.

Menschen haben eben eine andere Art zu kommunizieren als Tiere bzw. Katzen. Daher entstehen zwischen Mensch und Tier oft Missverständnisse.

Wer seine Katze verstehen möchte, sollte vor allem auf diese Katzengeräusche achten:

1. Katzengeräusch: Die Katze schnurrt sanft

Wer seine Katze schnurren hört, hat alles richtig gemacht: Sie fühlt sich offensichtlich wohl. Katzen schnurren z.B., wenn sie gekrault werden, manchmal aber auch, wenn sie einfach neben einem geliebten Menschen oder Katzenpartner liegen.

Schnurren kann aber auch zum Betteln eingesetzt werden, indem sie einen umgarnt, um gefüttert zu werden und sagen möchte: "Schau mal, wie wohl ich mich bei Dir fühle. Du bist ein ganz toller Mensch". Diesem charmanten Komplimenteverteilen kann natürlich kaum jemand widerstehen – und wird prompt zum Dosenöffner.

Grundsätzlich bedeuet Schnurren: "Ich fühle mich wohl".

Wem die Katzen miauend und schnurrend um die Beine schleicht, soll vermutlich endlich das Futter servieren!
Wem die Katzen miauend und schnurrend um die Beine schleicht, soll vermutlich endlich das Futter servieren!  © 123RF: Jaromír Chalabala

2. Katzengeräusch: Herzzerreißendes Miauen kann vieles bedeuten

Ein sehr langes hohes Miauen deutet meist auf starke Emotionen hin. Einige Katzen miauen beispielsweise heftig, wenn Frauchen oder Herrchen weggeht und die Katze allein lässt.

Kürzeres Miauen ist oftmals der Ausdruck, mit dem die Katze Aufmerksamkeit erregen möchte – z.B. weil sie gefüttert werden will. Auch das kann aber in qualvoll klingendem starken Miauen enden – vor allem, wenn die Katze gelernt hat, dass dieses Verhalten zieht.

Untereinander miauen Katzen eher selten. Es ist also eher ein konditioniertes Verhalten, weil Menschen darauf reagieren. Die Ausnahme bilden Baby-Katzen. Sie miauen, was das Zeug hält, um ihrer Mutter zu signalisieren, wo sie sind und dass sie Hunger haben.

Einige Katzen, vor allem bestimmte Katzenrassen wie Siamkatzen, "reden" mehr als andere. Sie untermalen fast alles, was sie fühlen und sehen einfach stärker, als es andere Katzen tun.

Von Schmerz bis hin zu belanlosem Begleit-Miauen ist alles möglich. Die Intensität hängt sehr vom Charakter der Katze ab.

Frei philosophisch könnte man festhalten: "Ich miaue, also bin ich". Aber meistens möchte die Katze mit Miauen die Aufmerksamkeit auf sich lenken.

3. Katzengeräusch: Die Katze schnattert und blickt nach oben

Die schnatternde Katze fixiert ihre Beute.
Die schnatternde Katze fixiert ihre Beute.  © 123RF: Dmytro Skorobogatov

Wer schon mal beobachtet hat, wie eine Katze viele, kurze Laute hintereinander erzeugt, das Maul schnell bewegt oder sogar mit den Zähnen klappert, erwischt die Katze beim sogenannten "Schnattern". Dann hat sie vermutlich etwas anvisiert, das für sie außer Reichweite ist, zum Beispiel einen Vogel, den sie gern erbeuten, aber nicht erreichen kann. Das Geräusch empfinden viele als sehr ungewöhnlich und seltsam, es ist aber harmlos.

Katzen-Schnattern bedeutet in etwa: "Ich will das unbedingt haben, aber ich komme nicht ran".

4. Katzengeräusch: Die Facetten des Fauchens

Wenn eine Katze faucht, gibt es keinen Zweifel: Sie ist böse oder total genervt. Dann sollte man sie auf jeden Fall in Ruhe lassen und ihr die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen.

Auch knurren können Katzen. Im Gegensatz zum Hundeknurren ist der Laut allerdings höher und erinnert bei manchen Katzen an Gurgeln. Wenn eine Katze knurrt, sollte man sich auf jeden Fall von ihr fernhalten. Nach dem Knurren folgt manchmal nur ein abschließendes Fauchen, aber manchmal fährt sie auch die Krallen aus oder beißt.

Fauchen und Knurren heißt: "Hör auf und lass mich in Ruhe!"

5. Katzengeräusch: Furchterregendes Katzen-Grollen

Die Katzengeräusche während eines Revierkamps klingen manchmal wie Babygeschrei.
Die Katzengeräusche während eines Revierkamps klingen manchmal wie Babygeschrei.  © Unsplash: Aleksandar Popovski

Diese Geräusche hört man nicht allzu oft. Wenn eine Katze anfängt richtig zu knurren, zu fauchen und ein seltsames Gurgelgeräusch zu machen, steckt meistens ein Revierkampf dahinter. Mitunter klingt es, als würde man ein Baby schreien hören. Manchmal brüllen die Katzen auch wie Löwen, nur eben im Mini-Format. Im besten Fall zieht der Schwächere von dannen, manchmal endet es aber auch in einem aggressiven Kampf.

Diese Geräusche bedeuten so viel wie: "Hau ab, das ist mein Revier!"

Wer Katzen verstehen möchte, sollte sich von vermenschlichten Vorstellungen lösen

Jede Katze hat zusätzlich zur typischen Katzensprache ihren eigenen Rythmus, ihre eigene Klangfarbe und über die Jahre hinweg verschiedene Rituale etabliert. Wichtig ist neben der Lautsprache auch die Körpersprache der Katze.

Wer nicht den Fehler begeht und seine eigenen Vorstellungen von Kommunikation auf die Katze überträgt, wird schnell ein Gefühl dafür kriegen, wann die Katze sich wohl fühlt und was sie mit ihren Katzenlauten ausdrücken möchte.

Titelfoto: Unsplash: Guillaume Meurice

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