Die nächste Klima-Bombe? El Niño nimmt extreme Ausmaße an

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New York (USA) - Nach dem Hitzesommer 2026 warnt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) vor einem außergewöhnlich starken El Niño. Das Wetterphänomen könnte den höchsten Wert seit Beginn der WMO-Aufzeichnungen vor rund 40 Jahren erreichen.

Ein Schaf trinkt aus einer Wasserstelle zwischen Pooncarie und Menindee in Australien.
Ein Schaf trinkt aus einer Wasserstelle zwischen Pooncarie und Menindee in Australien.  © Dean Lewins/AAP/dpa

"El Niño nimmt vor unseren Augen Großformat an", warnte UN-Generalsekretär António Guterres (77) mit eindringlichen Worten. Die Erde befinde sich "in unbekannten Gewässern, und diese Gewässer heizen sich weiter auf."

Die steigenden Temperaturen im Wasser und an Land würden die Welt in eine "Gefahrenzone extremer Wetterereignisse" verwandeln, so Guterres.

El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, bei dem sich das Oberflächenwasser im tropischen Pazifik ungewöhnlich stark erwärmt. Es tritt normalerweise alle zwei bis sieben Jahre auf.

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Die Folge sind weltweite Veränderungen von Wind, Luftdruck und Niederschlägen. Dadurch steigt das Risiko für extreme Wetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen.

Ein Kind läuft in der Provinz Cavite auf den Philippinen in einem ausgetrockneten Bewässerungskanal.
Ein Kind läuft in der Provinz Cavite auf den Philippinen in einem ausgetrockneten Bewässerungskanal.  © Francis R. Malasig/EPA/dpa
Männer waten durch das Hochwasser auf einer überschwemmten Straße in Beledweyne (Somalia).
Männer waten durch das Hochwasser auf einer überschwemmten Straße in Beledweyne (Somalia).  © ---/AP/dpa

Extremhitze, Dürren, Überschwemmungen: El Niño wird zum globalen Wetterrisiko

Die Sonne scheint am blauen Himmel über der Küste des Südpazifik auf der Hauptinsel von Tonga.
Die Sonne scheint am blauen Himmel über der Küste des Südpazifik auf der Hauptinsel von Tonga.  © Jens Büttner/dpa

Bereits jetzt sind die Auswirkungen spürbar. In Honduras, Panama und El Salvador wurde wegen anhaltender Trockenheit Dürre-Alarm ausgerufen. Im Panamakanal musste der Schiffsverkehr aufgrund gesunkener Wasserstände eingeschränkt werden.

Gleichzeitig lagen die Wassertemperaturen im äquatorialen Pazifik zuletzt mehr als zwei Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Unter der Meeresoberfläche wurden teilweise sogar mehr als acht Grad höhere Temperaturen gemessen.

Nach Einschätzung der WMO wird El Niño in den kommenden Monaten seine höchste Intensitätsstufe erreichen und voraussichtlich bis Anfang 2027 anhalten. Besonders betroffen seien Landwirtschaft, Energieversorgung und Gesundheitssysteme.

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Auch die globale Temperatur könnte durch das Wetterphänomen weiter steigen. Nach Angaben der WMO besteht die Möglichkeit, dass 2026 das bisher heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen wird. Das darauffolgende Jahr könnte sogar noch wärmer ausfallen. Bereits der starke El Niño 2023/24 trug dazu bei, dass 2024 zum bislang wärmsten Jahr weltweit wurde.

Zusätzlich zum menschengemachten Klimawandel verstärkt El Niño damit den Druck auf das globale Klimasystem. Die WMO warnt vor einer zunehmenden Gefahr extremer Wetterereignisse - mit potenziellen Folgen für Menschen, Volkswirtschaften und die Versorgungssicherheit weltweit.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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