Mordfall erschüttert Gemeinde: So reagieren die Menschen in Preetz

Preetz - Etwa eine Woche nach dem gewaltsamen Tod einer 36-Jährigen im schleswig-holsteinischen Ort Preetz im Kreis Plön (TAG24 berichtete) haben sich am Samstag zahlreiche Menschen versammelt, um der Getöteten zu gedenken.

Menschen in Preetz haben eine Mahnwache für die getötete Frau abgehalten.
Menschen in Preetz haben eine Mahnwache für die getötete Frau abgehalten.  © DPA

Etwa 50 Menschen kamen am Mittag zum Preetzer Marktplatz und nahmen an der Mahnwache für Jana M. teil, wie ein Polizeisprecher sagte.

Der im Juli 2015 als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland gekommene Tatverdächtige hatte sich am 6. April der Polizei gestellt und angegeben, die 36-Jährige getötet zu haben.

Beamte fanden die leblose zweifache Mutter daraufhin in ihrer Wohnung. Laut Obduktion hatte die Frau mehrere Messerstiche erlitten.

Der 24 Jahre alte Tatverdächtige leidet nach vorläufiger Einschätzung eines Sachverständigen unter einer schweren psychischen Erkrankung und sei wohl bei Begehung der Tat aufgrund von Wahnvorstellungen nicht schuldfähig gewesen.

Daraufhin wurde von den zuständigen Behörden die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet.

Zu der Gedenkversammlung hatte der Bruder der getöteten Frau in einer Preetzer Gruppe auf Facebook aufgerufen.

"Es wäre Janas Wunsch gewesen, dass dieses Beisammensein still und friedlich und ohne jede politische Meinung stattfindet. Gern dürfen Blumen niedergelegt oder Kerzen angezündet werden", schrieb der Bruder von Jana M. in dem sozialen Netzwerk.

Die Familie und zahlreiche Bekannte haben der gewaltsam getöteten Jana M. bei einer Mahnwache in Preetz gedacht.
Die Familie und zahlreiche Bekannte haben der gewaltsam getöteten Jana M. bei einer Mahnwache in Preetz gedacht.  © Screenshot/Facebook ‎Martin Eliot‎ an Preetzbook

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