Skispringer Richard Freitag lässt wachsen und hat auch einen guten Grund dafür

Erlabrunn - Tausende Männer lassen sich im November plötzlich einen Schnurrbart wachsen. Doch was aussieht wie ein Modetrend, hat einen ernsten Hintergrund.

Der Bart war im vergangenen Winter das Markenzeichen von Richard Freitag.
Der Bart war im vergangenen Winter das Markenzeichen von Richard Freitag.  © DPA

Es ist wieder "Movember"-Zeit! Das Wort setzt sich aus dem englischen Mustache (dt.: Bart) und November zusammen und steht für eine weltweite Aktion für Männergesundheit. Ein prominenter Teilnehmer in Deutschland ist Skisprung-Weltmeister Richard Freitag (27).

Schon im vergangenen Jahr zeigte sich der Skispringer monatelang mit Oberlippenbart. Die Gesichtsbehaarung wurde sein Markenzeichen in der Olympiasaison und zum Glücksbringer, denn immerhin gewann er bei den Spielen in Pyeonchang mit der Mannschaft eine Silbermedaille.

Nach den Olympischen Spielen in Südkorea im Februar war der Bart plötzlich ab und Freitag zeigte sich kurzzeitig oben ohne. Doch nun ist die Haarpracht zurück: Aufmerksame Beobachter haben den Bart auf Freitags Instagram-Kanal schon länger entdeckt und auch bei der Eröffnung der neuen Fly-Line in Oberwiesenthal Mitte Oktober konnte man den Schnauzer gut erkennen.

Nun legt der Skispringer aber noch einen drauf: Er hat eine Spendenaktion gestartet. "Es ist #Movember 👨🏻👨🏻👨🏻 Ich möchte mit eurer Hilfe 7.500€ für die Gesundheit von Männern sammeln. Als kleine Extra-Movation verlose ich meinen unterschriebenen Helm der letzten Saison unter allen Spendern 🙌🏼", schreibt er auf Facebook.

Seit Start der Aktion am 1. November sind bereits über 400 Euro an Spenden zusammengekommen (Stand: 2. November 7.30 Uhr).

Mit der "Movember"-Bewegung soll auf das Tabuthema Männergesundheit aufmerksam gemacht werden. "Gemeinsam können wir etwas für die Männergesundheit bewirken – im Hinblick auf Prostata- und Hodenkrebs, die psychische Gesundheit und Suizidprävention", schreiben die Initiatoren. Die Bärte sollen dabei nur eine Möglichkeit sein, um auf das Thema aufmerksam zu machen und mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Wer sich keine Bart wachsen lassen will, kann aber auch an andere Aktionen teilnehmen, wie dem "Move für die Gesundheit von Männern".

Prominente Teilnehmer am "Movember" in den vergangenen Jahren waren unter anderem Markus Lanz, Ashton Kutscher, Zac Efron und Fußballer Thomas Müller, wenn auch nur mit einem falschen Bart und die Profis vom FC Erzgebirge Aue.

Bei der Einweihung der neuen Fly-Line in Oberwiesenthal im Oktober zeigte sich Richard Freitag (mit Jens Weißflog) wieder mit Schnurrbart.
Bei der Einweihung der neuen Fly-Line in Oberwiesenthal im Oktober zeigte sich Richard Freitag (mit Jens Weißflog) wieder mit Schnurrbart.  © Uwe Meinhold

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