Alarmierende Umfrage: Immer mehr junge Menschen greifen zu Drogen

Von Petra Albers

Köln - Immer mehr junge Menschen in Deutschland konsumieren illegale Drogen.

Besonders der Anstieg des Kokainkonsums bereitet Experten Sorgen.  © Christian Charisius/dpa

Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni in Köln veröffentlichte.

Demnach gaben 18,7 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge zu haben. 2023 waren es noch 13,5 Prozent. 

Bei den Männern lag der Anteil mit knapp 24 Prozent fast doppelt so hoch wie bei den Frauen. Auch bei den Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren stieg der Anteil der Konsumenten, und zwar von 1,5 Prozent im Jahr 2003 auf nun 2,5 Prozent. 

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Für die "Drogenaffinitätsstudie 2025" hat das BIÖG von April bis Juli 2025 insgesamt 7001 junge Menschen im Alter von zwölf bis 25 Jahren befragt. Zuerst hatte das Magazin "Politico" berichtet.

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Kokain-Anstieg besorgt Drogenbeauftragten

"Junge Menschen kommen leichter an immer potentere Substanzen", sagte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck. "Digitale Kanäle beschleunigen diesen Zugang und verharmlosen Risiken, die real und oft lebensgefährlich sind." 

Als besonders alarmierend bezeichnete er den Anstieg des Kokainkonsums bei jungen Erwachsenen. Hatten 2015 noch 1,2 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Kokain genommen, waren es zehn Jahre später 4,1 Prozent.

"Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge. Das ist eine gefährliche Täuschung", betonte Streeck. Kokain mache schnell abhängig und könne schwere gesundheitliche Schäden verursachen.

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