Große Schul-Reform: So sieht das neue Abi in NRW aus

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Von Dorothea Hülsmeier

Düsseldorf - Für Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen stehen ab dem Schuljahr 2027/28 einige Änderungen in der gymnasialen Oberstufe an. Der Landtag hat einer Reform zugestimmt, die unter anderem ein fünftes Abiturfach und neue Prüfungsformate einführt.

Auf NRW-Schüler kommen ab dem Schuljahr 2027/28 einige Änderungen zu. Unter anderem wird ein fünftes Abiturfach eingeführt. (Symbolbild)
Auf NRW-Schüler kommen ab dem Schuljahr 2027/28 einige Änderungen zu. Unter anderem wird ein fünftes Abiturfach eingeführt. (Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa

Die größte Neuerung: Künftig gehört eine Präsentationsprüfung als fünftes Abiturfach zum Abschluss.

Statt einer klassischen Klausur bereiten die Schüler einen Vortrag vor und stellen sich anschließend einem Fachgespräch. Wer möchte, kann stattdessen auch eine besondere Lernleistung, etwa ein größeres Projekt, einbringen.

Außerdem sollen Projektkurse fester Bestandteil der Oberstufe werden. Dort arbeiten die Jugendlichen allein oder im Team an Projekten, zum Beispiel an Experimenten, technischen Modellen oder künstlerischen Arbeiten.

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Auch im Unterricht selbst wird es Veränderungen geben: In mehreren Fächern können künftig praktische Projekte, Debatten oder Experteninterviews eine Klausur ersetzen.

ChatGPT & Co. sind künftig erlaubt

Künstliche Intelligenz wie ChatGPT darf künftig bei Präsentationen und Projekten genutzt werden - allerdings nur unter klaren Vorgaben. (Symbolbild)
Künstliche Intelligenz wie ChatGPT darf künftig bei Präsentationen und Projekten genutzt werden - allerdings nur unter klaren Vorgaben. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa/dpa-tmn

Neu ist auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Sie darf bei Präsentationen oder Projekten genutzt werden - allerdings nur, wenn der Einsatz offengelegt wird und bei der Benotung berücksichtigt werden kann.

Für viele dürfte auch interessant sein: Die Klausuren werden teilweise kürzer. In der Einführungsphase und im ersten Jahr der Qualifikationsphase dauern sie im Grundkurs künftig nur noch 90 Minuten.

Die neuen Regeln gelten erstmals für Schülerinnen und Schüler, die 2027 in die gymnasiale Oberstufe starten und 2030 ihr Abitur ablegen. Bereits im kommenden Schuljahr sollen die Schulen auf die Reform vorbereitet werden.

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Nach Angaben von Schulministerin Dorothee Feller (CDU/60) sollen mit den Änderungen vor allem Fähigkeiten wie selbstständiges Arbeiten, Präsentieren und Projektarbeit gestärkt werden - Kompetenzen, die später im Studium und Beruf immer wichtiger werden.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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