Plätze im Studentenwohnheim werden knapp - und die Preise steigen!

Magdeburg - Studentenwohnheime sind für die meist finanziell weniger üppig ausgestatteten Studenten ein Segen. Doch die Plätze sind umkämpft und es drohen Mieterhöhungen.

Plätze in Studentenwohnheimen werden immer knapper. Dazu kommen Preis- und Mieterhöhungen.
Plätze in Studentenwohnheimen werden immer knapper. Dazu kommen Preis- und Mieterhöhungen.  © Patrick Pleul/dpa

Die Studentenwohnheime sind in Sachsen-Anhalt stark nachgefragt. "An den Standorten Halle und Dessau kommen auf einen freien Wohnheimplatz rein rechnerisch circa 2 bis 2,5 Bewerbungen", sagte ein Sprecher des Studentenwerks in Halle.

Auch in Magdeburg sei die Nachfrage nach Wohnheimplätzen sehr hoch, so das dortige Studentenwerk. Lediglich an den Standorten Köthen, Bernburg und Merseburg seien die Wohnheimplätze auskömmlich, sodass jeder Bewerber einen Wohnheimplatz erhalte.

Das Studentenwerk in Halle verfügt nach eigenen Angaben über rund 3000 Wohnheimplätze. Davon werde nur ein Bruchteil zum neuen Semester im Winter frei, sagte ein Sprecher. Von circa 1800 Wohnheimplatzbewerbungen erhielten nur etwa 600 Studenten einen Wohnheimplatz, 600 sagten ab und weiteren 600 wurde abgesagt.

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Beim Studentenwerk Magdeburg erhielten auch etwa 30 Prozent der Bewerber eine Absage. Das Studentenwerk bewirtschaftet insgesamt rund 1650 Wohnheimplätze in Magdeburg und Wernigerode.

Studentenwerke haben mit Energiepreisen zu kämpfen

Die Energiepreise belasten auch die Kosten der Studentenwerke - Mietpreiserhöhungen sind nach Angaben der beiden Studentenwerke in Halle und Magdeburg wahrscheinlich. "Gegenwärtig kalkulieren wir die Mietpreisbestandteile", sagte ein Sprecher des Studentenwerks in Halle.

Die derzeitige monatliche Durchschnittsmiete betrage seit mehreren Jahren 215 Euro. "Wir erwarten eine Steigerung zum April 2023 aufgrund gestiegener Energiepreise sowie gestiegener Bau- und Instandhaltungskosten."

Auch in Magdeburg geht man davon aus, aufgrund der Marktlage die "Preise entsprechend anzupassen".

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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