Schulen in NRW nach Glatteis-Warnung dicht: FDP kritisiert das Vorgehen scharf

Von Marc Herwig

Düsseldorf - Wegen der Warnung vor Glatteis auf den Straßen bleiben die Schulen in Nordrhein-Westfalen zwar landesweit geschlossen – einen extra Tag Ferien gibt es deshalb aber nicht.

Die Schulen in NRW bleiben am Montag aufgrund der Unwetterwarnung geschlossen. (Symbolbild)
Die Schulen in NRW bleiben am Montag aufgrund der Unwetterwarnung geschlossen. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

"Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten", betonte Schulministerin Dorothee Feller (59, CDU) im WDR.

Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor gemahnt, es gebe für Montagmorgen in ganz NRW wie auch in anderen Bundesländern "hohes Unwetterpotenzial" durch gefrierenden Regen.

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"Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden" hatte Feller am Sonntag zur Begründung für den landesweiten Distanzunterricht gesagt.

Henning Höne (38) ist seit Januar 2023 Vorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen.
Henning Höne (38) ist seit Januar 2023 Vorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen.  © Guido Kirchner/dpa

Aus der Pandemie nichts gelernt?

Kritik an dieser Entscheidung kam von der oppositionellen FDP. "Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?", schrieb FDP-Landeschef Henning Höne (38) im Kurznachrichtendienst X.

"Sicherheit geht vor. Aber Schulen werden in Deutschland zu schnell geschlossen", argumentierte er. "Es leiden Schüler und Familien."

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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