Von Oliver Auster
Düsseldorf - Die Landesregierung will 2100 Schulen mit je zehn Übungspuppen für Reanimation ausstatten. Das geht aus Ausschreibungsunterlagen des Schulministeriums hervor.
Demnach sollen bis zum Ende des kommenden Schuljahres alle Schulen entsprechend versorgt sein. Es gibt bereits jetzt 4000 Vorbestellungen.
Schulministerin Dorothee Feller (60, CDU) hatte vor einem Jahr angekündigt, dass Wiederbelebung verpflichtender Inhalt des Unterrichts an Schulen in Nordrhein-Westfalen wird.
Der Unterricht ist im Umfang von 90 Minuten in den Klassen sieben bis neun vorgesehen. Alle Schüler sollen mit dem lebensrettenden Schema "Prüfen - Rufen - Drücken" vertraut gemacht werden.
Wie aus den Ausschreibungsunterlagen für sogenannte "Reanimationsphantome" hervorgeht, ist die bisherige Ausstattung der Schulen sehr verschieden.
Demnach haben 737 der betroffenen Schulen bisher gar keine Übungspuppen, 222 haben zumindest einige und 434 mindestens zehn.
15.000 Reanimationspuppen benötigt
Dem Ministerium liegen nach eigenen Angaben bereits 4000 Bestellungen aus den Schulen vor. In diesem Jahrzehnt rechnet man - auch durch Ersatzbestellungen - mit knapp 15.000 benötigten Übungspuppen.
Schulministerin Feller sagte der dpa: "Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Deshalb ist es so wichtig, dass wir bereits jungen Menschen beibringen, im Notfall sicher und entschlossen zu handeln."
Das gehe nach dem Dreiklang Prüfen, Rufen, Drücken. "Wer das schon in der Schule lernt, behält es für sein ganzes Leben."