Wegen Personal-Notstands: Kita-Verbände fordern weitreichende Entlastungen

Düsseldorf - Die Kitaverbände in Nordrhein-Westfalen fordern von der Politik mehr Entlastungen.

Wegen der dünnen Personaldecke könne vielerorts die Aufsichtspflicht nicht mehr gewährleistet werden - eine fatale Folge!
Wegen der dünnen Personaldecke könne vielerorts die Aufsichtspflicht nicht mehr gewährleistet werden - eine fatale Folge!  © Uwe Anspach/dpa

Aktuelle Notstände beim Personal sind nach Aussagen der Verbände dafür verantwortlich, dass die Aufsichtspflicht nicht mehr gewährleistet werden kann und Fachkräfte zunehmend an ihre Belastungsgrenzen geraten.

Familienministerin Josefine Paul (40, Grüne) hatte zuletzt in einem Ende Dezember veröffentlichten Brief Stellung zur prekären Situation bezogen.

Man wisse um die Belastungen und Herausforderungen, so die Ministerin. Es seien bereits erste Schritte einer Fachkräfte-Offensive getan worden, etwa mit einer neuen Koordinierungsstelle zum Fachkräfteausbau in Kitas.

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Der Deutsche Kitaverband (DKV) bewertet die Maßnahmen als ungenügend, "um zeitnah und in ausreichendem Umfang die Situation in den Kitas zu entlasten", so ein Sprecher. Für die Überbrückungszeit seien beispielsweise Quereinsteiger eine Lösung.

Auch der Verband für Kitafachkräfte hält die Lage für angespannt und fordert eine Anhebung des Mindestpersonalschlüssels sowie den Einbezug der Fachverbände in politische Arbeitskreise.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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